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Bregenz, 30. Oktober 2026 (aiz.info)

Asiatische Hornisse: Zwei Nester im Raum Dornbirn entfernt

Fachleute des Vorarlberger Imkerverbandes spürten die Nester auf

Im Raum Dornbirn sind zwei Nester der Asiatischen Hornisse erfolgreich entfernt worden. Fachleute des Vorarlberger Imkerverbands hatten die Nester Mitte Oktober in Wallenmahd und Kehlegg aufgespürt. Sie befanden sich in rund 25 bis 30 Metern Höhe in Bäumen und erreichten einen Durchmesser von etwa 65 bis 70 Zentimetern.

Ein vom Land Vorarlberg beauftragter Schädlingsbekämpfer behandelte die Nester mithilfe langer Rohre vom Boden aus mit heißem Wasserdampf. Dadurch wurden die Hornissen und ihre Brut abgetötet, ohne Gift einzusetzen. Das schont andere Tiere und die Umwelt. Die Überreste der Nester werden nun von der inatura in Dornbirn untersucht, unter anderem auf junge Königinnen und männliche Tiere.

Die Suche nach den Nestern war aufwendig: Imkerinnen, Imker und Fachleute beobachteten Flugrichtungen und Flugzeiten der Tiere an Bienenständen. Schließlich konnten einzelne Hornissen mit kleinen Funksendern verfolgt werden. Auch eine Wärmebilddrohne kam zum Einsatz, doch die hoch gelegenen und im Laub gut getarnten Nester waren schwer erkennbar.

Die aus Asien eingeschleppte Asiatische Hornisse gilt in der Europäischen Union als invasive Art. Sie jagt vor allem Honig- und Wildbienen und kann dadurch heimische Bienenvölker gefährden. Besonders wichtig ist die rasche Entfernung großer Nester im Herbst: In dieser Zeit schlüpfen junge Königinnen, die überwintern und im Frühjahr neue Völker gründen können. Aus einem großen Nest könnten im Folgejahr zehn bis 15 weitere Nester entstehen.

So lässt sich die Asiatische Hornisse erkennen

Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner und deutlich dunkler als die heimische Europäische Hornisse. Typische Merkmale sind:
    +fast schwarzer Körper mit einem einzelnen orangefarbenen Band am Hinterleib
    +schwarzer Kopf mit orangefarbenem Gesicht
    +Beine mit gelben Spitzen

Die heimische Hornisse ist dagegen rotbraun sowie gelb-schwarz gemustert und steht unter Schutz. Auch die Nester unterscheiden sich: Asiatische Hornissen bauen große Sekundärnester meist frei hängend in hohen Baumkronen. Das Einflugloch liegt seitlich. Heimische Hornissen nisten überwiegend in geschützten Hohlräumen wie Baumhöhlen, Nistkästen oder Dachböden.

Abseits ihres Nests ist die Asiatische Hornisse für Menschen nicht gefährlicher als Wespen oder heimische Hornissen. In Nestnähe können die Tiere ihr Volk jedoch vehement verteidigen. Wer ein verdächtiges Tier oder Nest entdeckt, sollte ausreichend Abstand halten, keinesfalls selbst eingreifen und die Sichtung dem Vorarlberger Imkerverband oder der inatura Fachberatung melden. Hilfreich sind Fotos oder Videos sowie Angaben zu Fundort, Datum, Uhrzeit und Flugrichtung. (Schluss)
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