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Wien, 5. November 2026 (aiz.info)

AGRANA vergibt Förderungspreis an der Universität für Bodenkultur in Wien

Theresa Kern und Christoph Rosinger wurden an der Universität für Bodenkultur in Wien mit dem von AGRANA gestifteten Förderungspreis für Wissenschaft und Forschung geehrt.

Theresa Kern erhielt die Auszeichnung für ihre Dissertation „Ökobilanz (LCA - Life Cycle Assessment) innovativer Agrarsysteme mit Schwerpunkt auf Multi-Output-Prozesse“, die neue Ansätze zur Nachhaltigkeitsbewertung in der Landwirtschaft thematisiert. Sie untersucht, wie sich die Umweltauswirkungen landwirtschaftlicher Prozesse fair bewerten lassen, wenn dabei gleichzeitig mehrere Produkte entstehen, etwa Korn und Stroh beim Getreideanbau. Bei solchen Prozessen stoßen gängige Bewertungsmethoden an ihre Grenzen. Ihre Arbeit zeigt, welche Methoden dafür am verlässlichsten sind, und belegt, dass innovative Agrarsysteme deutliche Umweltvorteile bringen können. 
 
Christoph Rosinger erhielt den AGRANA-Preis für seine Habilitationsschrift über das Bodenleben in Ackerböden. Mikroorganismen im Boden sind zentral für Nährstoffversorgung, Humusaufbau und Bodengesundheit, und Christoph Rosinger zeigt, dass ihnen vor allem Kohlenstoff als „Nahrung“ fehlt. Bodenschonende Maßnahmen wie Zwischenfruchtanbau, organische Düngung oder weniger Bodenbearbeitung können hier deutlich Abhilfe schaffen. Die Arbeit verbindet grundlegende mikrobiologische Mechanismen mit praktischen Ansätzen für eine ressourcenschonende Landwirtschaft und leistet damit einen direkten Beitrag zu nachhaltigen Agrar- und Ernährungssystemen.
 
„Mit unserem Forschungsförderungspreis wollen wir junge Wissenschaftler:innen auszeichnen, die agrarische Fragen von hoher Bedeutung für AGRANA untersuchen“, betont AGRANA-COO Franz Ennser. „Beide ausgezeichnete Arbeiten sind eng mit unseren Nachhaltigkeitszielen verknüpft – insbesondere mit effizienter Ressourcennutzung, resilienten landwirtschaftlichen Produktionssystemen und Klimaschutz“, so Ennser abschließend. (Schluss)
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