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Wien, 10. Juli 2026 (aiz.info)

Weizenernte startet heuer früher: Hitze führt zu vorzeitiger Reife

Nach ersten Erhebungen ist mit geringeren Erträgen, aber weiterhin hohen Qualitäten zu rechnen.

Die Weizenernte hat in diesem Jahr mehr als zehn Tage früher als in durchschnittlichen Jahren begonnen und steht in den ersten Regionen bereits vor dem Abschluss. Ursache dafür sind die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen, die den Reifeprozess der Pflanzen deutlich beschleunigt haben. Bei einer solchen Notreife endet die Kornfüllung früher, was meist zu geringeren Erträgen führt. Sind die Körner zu diesem Zeitpunkt bereits weitgehend ausgebildet, kann die Kornqualität dennoch hoch bleiben.

„Die Ähren sind heuer in vielen Regionen kürzer, da sie weniger Körner ausgebildet haben. Dazu hat vor allem die Trockenheit im Frühjahr geführt. Erste Getreideanalysen stimmen dennoch optimistisch: Die Qualität des Weizens ist als „hoch“ zu bewerten, da die Kornausbildung vor der Hitze bereits großteils abgeschlossen war. Jetzt gilt es, die gesamte Getreideernte abzuwarten. Mein persönlicher Appell: Schauen Sie beim Einkauf von Brot und Gebäck auf das AMA-Gütesiegel. Damit genießen Sie höchste regionale Qualität und unterstützen die Ackerbäuerinnen und -bauern in ihren Regionen“, sagt Lorenz Mayr, Aufsichtsratsvorsitzender der AMA-Marketing und Getreidebauer.

Solche Jahre mit immer stärkeren Wetterextremen stellen die Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Mayr betont: „Wir Bäuerinnen und Bauern arbeiten tagtäglich mit der Natur und spüren klimatische Veränderungen als direkte Betroffene. Umso wichtiger sind ackerbauliche Maßnahmen, die den Humusaufbau fördern und das hitzebedingte Austrocknen des Ackerbodens möglichst lange hinauszögern. Dafür eignen sich Maßnahmen wie der Zwischenfruchtanbau, eine möglichst schonende Bodenbearbeitung, beispielsweise durch Direktsaat, oder auch das Anlegen von Windschutzstreifen. AMA-Gütesiegel-Betriebe setzen im Rahmen ihrer Bewirtschaftung solche ökologischen Maßnahmen um. Diese Leistungen müssen uns etwas wert sein.“

Das AMA-Gütesiegel und das AMA-Biosiegel geben Konsumentinnen und Konsumenten Orientierung und machen die tägliche Arbeit der Betriebe sichtbar. „Die Qualität beginnt am Feld. Wir sind stolz, dass bereits über 7.000 Ackerbäuerinnen und -bauern an der AMA-Gütesiegel-Richtlinie für Ackerfrüchte teilnehmen und mit ihrer Arbeit die Grundlage für Brot und Backwaren mit dem AMA-Gütesiegel liefern. Wir werden dieses Programm weiter ausbauen, damit Konsumentinnen und Konsumenten künftig ein noch breiteres Angebot genießen können. Denn wer zu Brot und Gebäck mit dem rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel greift, entscheidet sich für regionale Lebensmittel mit geprüfter Qualität“, sagt Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing. (Schluss)
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