Moosbrugger: Versorgungssicherheit ist kein Schalter, den man einfach umlegt
LK Vorarlberg Vollversammlung zu explodierenden Betriebskosten und praxisfernen Regulierungsplänen
Im Rahmen der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer (LK) Vorarlberg am 3. April 2026 forderte Präsident Josef Moosbrugger angesichts explodierender Betriebsmittelkosten und praxisferner Verordnungen eine Rückkehr zu stabilen Rahmenbedingungen und gesundem Hausverstand.
Krisensicherheit und massive Kostenbelastung
Obwohl die Branche optimistisch in das neue Jahr gestartet ist, sieht sich die Landwirtschaft nun mit unkalkulierbaren Herausforderungen konfrontiert. Massive Preissteigerungen bei fossilen Brennstoffen infolge kriegerischer Handlungen sowie steigende Kosten für Dünger und Verpackungsmaterial belasten die Betriebe schwer. Da in Österreich knapp die Hälfte des Treibstoffpreises aus Steuern und Abgaben besteht, wirkt sich diese hohe Steuerquote unmittelbar negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Erzeuger aus.
Präsident Moosbrugger betonte, dass die Landwirtschaft diese Kostenbelastungen nicht allein bewältigen kann, und forderte konkrete Steuerungs- und Ausgleichsmaßnahmen beim Agrardiesel. Er unterstrich, dass die Sicherstellung der Lebensmittelversorgung und die Unabhängigkeit Europas wieder oberste Priorität haben müssen. Dabei stellte er klar, dass Versorgungssicherheit kein Schalter ist, den man beliebig umlegen kann, wenn man sie gerade benötigt. Versorgungssicherheit ist unverzichtbar und muss kontinuierlich sowie tagtäglich sichergestellt werden – nicht erst dann, wenn das Haus bereits brennt.
Forderung nach Stopp der EU-Renaturierungsverordnung
Scharfe Kritik übte der LK-Präsident an der EU-Renaturierungsverordnung, die ohne ausreichende Kenntnis der tatsächlichen Kosten und Auswirkungen beschlossen wurde. Er stellte klar, dass die Verordnung in ihrer aktuellen Form weder finanzierbar noch umsetzbar ist, da in keinem öffentlichen Budget auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene die notwendigen Mittel bereitstehen.
In diesem Zusammenhang wehrt sich Moosbrugger vehement gegen Bestrebungen, Agrargelder für diese Maßnahmen zweckzuentfremden, da diese Mittel für den Ausgleich geografischer Nachteile bäuerlicher Betriebe absolut notwendig sind. Da neben den finanziellen Ressourcen auch die verfügbaren Flächen fehlen, fordert die Landwirtschaftskammer Vorarlberg, die Verordnung zu stoppen und auszusetzen. Stattdessen müsse die Politik den Mut aufbringen, überholte Regeln zu streichen und die Bürokratie für die Praktiker wirksam abzubauen.
Wildschäden und Artenschutz im Ungleichgewicht
Ein weiteres zentrales Thema war das zunehmende Ungleichgewicht zwischen Artenschutz und landwirtschaftlicher Nutzung. Verschiedene geschützte Tierarten verursachen Schäden, die für die bäuerlichen Betriebe kaum mehr tragbar sind. Während am Bodensee der Graureiher hohe Fischverluste verursacht, schädigen Vogelarten wie Pfeifenten und Graugänse den Frühjahrsaufwuchs im Rheindelta. Hinzu kommen die ungehinderte Ausbreitung des Bibers, Krähenschäden an der Aussaat sowie Angriffe von Großraubtieren auf Weidetiere.
Laut Moosbrugger geht die aktuelle Entwicklung an der landwirtschaftlichen Praxis völlig vorbei. Er forderte die Verantwortlichen auf, den praktischen Problemen wieder mit mehr Hausverstand zu begegnen und ein vertretbares Gleichgewicht zwischen Schutzinteressen und der landwirtschaftlichen Produktion herzustellen. (Schluss)
Krisensicherheit und massive Kostenbelastung
Obwohl die Branche optimistisch in das neue Jahr gestartet ist, sieht sich die Landwirtschaft nun mit unkalkulierbaren Herausforderungen konfrontiert. Massive Preissteigerungen bei fossilen Brennstoffen infolge kriegerischer Handlungen sowie steigende Kosten für Dünger und Verpackungsmaterial belasten die Betriebe schwer. Da in Österreich knapp die Hälfte des Treibstoffpreises aus Steuern und Abgaben besteht, wirkt sich diese hohe Steuerquote unmittelbar negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Erzeuger aus.
Präsident Moosbrugger betonte, dass die Landwirtschaft diese Kostenbelastungen nicht allein bewältigen kann, und forderte konkrete Steuerungs- und Ausgleichsmaßnahmen beim Agrardiesel. Er unterstrich, dass die Sicherstellung der Lebensmittelversorgung und die Unabhängigkeit Europas wieder oberste Priorität haben müssen. Dabei stellte er klar, dass Versorgungssicherheit kein Schalter ist, den man beliebig umlegen kann, wenn man sie gerade benötigt. Versorgungssicherheit ist unverzichtbar und muss kontinuierlich sowie tagtäglich sichergestellt werden – nicht erst dann, wenn das Haus bereits brennt.
Forderung nach Stopp der EU-Renaturierungsverordnung
Scharfe Kritik übte der LK-Präsident an der EU-Renaturierungsverordnung, die ohne ausreichende Kenntnis der tatsächlichen Kosten und Auswirkungen beschlossen wurde. Er stellte klar, dass die Verordnung in ihrer aktuellen Form weder finanzierbar noch umsetzbar ist, da in keinem öffentlichen Budget auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene die notwendigen Mittel bereitstehen.
In diesem Zusammenhang wehrt sich Moosbrugger vehement gegen Bestrebungen, Agrargelder für diese Maßnahmen zweckzuentfremden, da diese Mittel für den Ausgleich geografischer Nachteile bäuerlicher Betriebe absolut notwendig sind. Da neben den finanziellen Ressourcen auch die verfügbaren Flächen fehlen, fordert die Landwirtschaftskammer Vorarlberg, die Verordnung zu stoppen und auszusetzen. Stattdessen müsse die Politik den Mut aufbringen, überholte Regeln zu streichen und die Bürokratie für die Praktiker wirksam abzubauen.
Wildschäden und Artenschutz im Ungleichgewicht
Ein weiteres zentrales Thema war das zunehmende Ungleichgewicht zwischen Artenschutz und landwirtschaftlicher Nutzung. Verschiedene geschützte Tierarten verursachen Schäden, die für die bäuerlichen Betriebe kaum mehr tragbar sind. Während am Bodensee der Graureiher hohe Fischverluste verursacht, schädigen Vogelarten wie Pfeifenten und Graugänse den Frühjahrsaufwuchs im Rheindelta. Hinzu kommen die ungehinderte Ausbreitung des Bibers, Krähenschäden an der Aussaat sowie Angriffe von Großraubtieren auf Weidetiere.
Laut Moosbrugger geht die aktuelle Entwicklung an der landwirtschaftlichen Praxis völlig vorbei. Er forderte die Verantwortlichen auf, den praktischen Problemen wieder mit mehr Hausverstand zu begegnen und ein vertretbares Gleichgewicht zwischen Schutzinteressen und der landwirtschaftlichen Produktion herzustellen. (Schluss)
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