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Wien, 27. März 2026 (aiz.info)

Jungbauern legen Forderungspapier vor und fordern Perspektiven statt neuer Hürden

Hutter: "Wer die Landwirtschaft von morgen sichern will, muss jungen Bäuerinnen und Bauern heute Perspektiven geben"

Die Österreichischen Jungbauern legen ein Forderungspapier mit klaren Forderungen für die nächste Generation in der Landwirtschaft vor. Im Mittelpunkt stehen ein starkes Agrarbudget, mehr Unterstützung für Junglandwirte, faire Wettbewerbsbedingungen mit gleichen Standards für Importe, leichtere Hofübernahmen, starke Bildung sowie weniger Bürokratie durch Digitalisierung und Innovation. Im Rahmen eines Austauschs mit Bundesminister Norbert Totschnig wurde das Forderungspapier an den Minister übergeben.

„Junge Bäuerinnen und Bauern wollen nicht verwalten, sondern aktiv gestalten. Wer von Versorgungssicherheit, regionaler Produktion und einer starken Landwirtschaft spricht, muss auch dafür sorgen, dass die nächste Generation faire Chancen bekommt. Genau dafür legen wir heute unser Forderungspapier vor. Wir sind froh, mit Bundesminister Norbert Totschnig einen ausgewiesenen Fachexperten an der Spitze des Landwirtschaftsministeriums zu haben, der die Anliegen unserer Bäuerinnen und Bauern kennt, ernst nimmt und sich mit Nachdruck dafür einsetzt“, betont Bauernbund-Jugendsprecherin Viktoria Hutter.

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig: „Unsere Jungbauern benötigen Perspektiven, Stabilität und Planbarkeit. Genau dafür bieten wir maßgeschneiderte Bildungs- und Beratungsangebote, faire Leistungsabgeltungen für eine umweltgerechte Bewirtschaftung und Unterstützung für notwendige Investitionen in die Modernisierung der Betriebe. Gleichzeitig kämpfe ich auf EU-Ebene für ein stabiles, ausreichend dotiertes Agrarbudget. Kürzungen sind für mich nicht akzeptabel. Entscheidend ist, dass wir als Landwirtschaft geschlossen auftreten, und unsere Kräfte in die gleiche Richtung lenken. Die starke Stimme der jungen Generation verstärkt unsere Position bei den Verhandlungen für die geforderten Maßnahmen.“

Junglandwirte stärker absichernFür die Jungbauern ist klar: Der Generationenwechsel in der Landwirtschaft gelingt nur mit verlässlichen politischen Rahmenbedingungen. Dazu braucht es ein starkes, inflationsangepasstes Agrarbudget, den Erhalt der Zwei-Säulen-Struktur der GAP und mehr zweckgebundene Mittel für Junglandwirte. Deren Anteil muss in der kommenden Förderperiode von 3 auf 6 Prozent erhöht werden. Der Generationenwechsel muss in der europäischen Agrarpolitik endlich verbindlich verankert werden.

„Wenn Europa den Generationenwechsel in der Landwirtschaft wirklich ernst meint, dann muss das auch rechtlich verbindlich und finanziell spürbar werden. Junglandwirte dürfen nicht nur erwähnt werden, sie müssen endlich stärker abgesichert werden“, so Hutter.

Faire Wettbewerbsbedingungen schaffen

Ein weiterer Schwerpunkt ist fairer Wettbewerb. Die Jungbauern fordern gleiche Standards für Importe. Zudem muss die Marktposition der landwirtschaftlichen Betriebe entlang der Lebensmittelkette gestärkt werden, damit faire Erzeugerpreise und gerechte Wertschöpfung überhaupt möglich werden.

Hofübernahmen erleichtern, Bildung stärken, Bürokratie abbauen

Darüber hinaus braucht es leichtere Hofübernahmen durch eine starke Niederlassungsprämie und bessere Investitionsbedingungen für Junglandwirte. Auch Aus- und Weiterbildung müssen gestärkt werden. Digitalisierung muss den Arbeitsalltag erleichtern und Bürokratie abbauen, statt neue Hürden aufzubauen.

„Unsere Höfe brauchen Perspektiven statt neuer Hürden. Wer junge Menschen in der Landwirtschaft halten will, muss faire Rahmenbedingungen schaffen und endlich den Grundsatz ernst nehmen: mehr Landwirtschaft, weniger Zettelwirtschaft“, betont Hutter abschließend. (Schluss) APA OTS 2026-03-27/12:28
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