Jägerschaft im Dauereinsatz für Wild
Wasserstellen, Äsung und langfristige Maßnahmen unterstützen Wildtiere
Die anhaltende Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen haben die heimischen Wildtiere stark gefordert. Ausgetrocknete natürliche Wasserstellen, ein geringeres und qualitativ schlechteres Nahrungsangebot sowie fehlende Deckung nach der Ernte haben die Situation für alle Wildarten verschärft. Jägerinnen und Jäger haben deshalb in den vergangenen Wochen ihre Maßnahmen in den Revieren intensiviert und Wildtiere mit Wasser und vorgelegter Äsung unterstützt. „Ich möchte mich bei allen Jägerinnen und Jägern bedanken, die in den vergangenen Wochen mit großem persönlichem Einsatz in ihren Revieren unterwegs waren. Wasserstellen zu befüllen und sauber zu halten sowie Äsung bereitzustellen, bedeutet gerade unter diesen extremen Bedingungen einen erheblichen Aufwand. Dieser Einsatz hat jedoch dazu beigetragen, unser Wild bestmöglich durch diese schwierige Zeit zu bringen“, betont Landesjägermeister Christoph Metzker.
Auswirkungen auf Wildbestände noch nicht abschätzbar
Eine der wichtigsten Maßnahmen war die laufende Betreuung von Wasserstellen. Jägerinnen und Jäger kontrollierten, reinigten und befüllten Tränken und Futterkübel. Zusätzlich wurden Rüben als Äsungs- und Flüssigkeitsquelle vorgelegt. Besonders wichtig waren diese Maßnahmen in den Niederwildrevieren: Mit der heuer nahezu zeitgleichen Ernte vieler Kulturen verlieren Feldhase, Rebhuhn und Fasan innerhalb kurzer Zeit Äsungsflächen, schattige Einstände, Wasserquellen und Deckung. Hinzu kommt, dass sich die Trockenheit auf das Nahrungsangebot auswirkt. Pflanzen weisen aufgrund des Wassermangels eine geringere Quantität und Qualität auf, es gibt also weniger natürliche Äsung und diese weist zugleich einen geringeren Nährwert auf. Besonders betroffen sind Arten wie der Feldhase, der einen wesentlichen Teil seines Flüssigkeitsbedarfs über die Äsung deckt. Das Schalenwild stieß aufgrund der Dürre ebenso an seine Grenzen und wurde nicht nur in den Niederungen von der Jägerschaft tatkräftig mit Wasser unterstützt, sondern gezwungenermaßen auch in den heuer trockenen Bergrevieren.
Neben der unmittelbaren Hilfe in der Hitze setzt die Jägerschaft auf langfristige Maßnahmen. Gemeinsam mit Grundeigentümern sowie der Land- und Forstwirtschaft werden Feuchtbiotope, Hecken und Feldgehölze erhalten und neu angelegt, Wildäsungsflächen geschaffen, Brachen gepflegt und Rückzugsräume gesichert. Diese Strukturen bieten Nahrung, Schatten und Deckung und machen Lebensräume widerstandsfähiger gegenüber Wetterextremen. Davon profitieren neben Reh, Hase, Fasan und Rotwild auch zahlreiche Vogelarten, Insekten und Amphibien. Auch künstliche Wasserstellen und Feuchtbiotope gewinnen angesichts längerer Trockenperioden an Bedeutung. Sie verringern die Wege, die Wild zur Wasseraufnahme zurücklegen muss, und reduzieren den Energieverbrauch während Hitzeperioden.
Welche Folgen die außergewöhnliche Hitze und Trockenheit für die Wildbestände tatsächlich haben werden, lässt sich derzeit noch nicht abschließend beurteilen. Eine Bewertung wird insbesondere anhand der weiteren Entwicklung und der Fallwildzahlen möglich sein. Es ist jedoch davon auszugehen, dass diese aufgrund von Hitzestress, Verdursten und Verhungern insbesondere bei den Jungtieren höher ausfallen als in den vergangenen Jahren. Die weitere Entwicklung der Bestände und hitzebedingtes Fallwild werden daher auch in den Abschussplänen entsprechend berücksichtigt. (Schluss)
Auswirkungen auf Wildbestände noch nicht abschätzbar
Eine der wichtigsten Maßnahmen war die laufende Betreuung von Wasserstellen. Jägerinnen und Jäger kontrollierten, reinigten und befüllten Tränken und Futterkübel. Zusätzlich wurden Rüben als Äsungs- und Flüssigkeitsquelle vorgelegt. Besonders wichtig waren diese Maßnahmen in den Niederwildrevieren: Mit der heuer nahezu zeitgleichen Ernte vieler Kulturen verlieren Feldhase, Rebhuhn und Fasan innerhalb kurzer Zeit Äsungsflächen, schattige Einstände, Wasserquellen und Deckung. Hinzu kommt, dass sich die Trockenheit auf das Nahrungsangebot auswirkt. Pflanzen weisen aufgrund des Wassermangels eine geringere Quantität und Qualität auf, es gibt also weniger natürliche Äsung und diese weist zugleich einen geringeren Nährwert auf. Besonders betroffen sind Arten wie der Feldhase, der einen wesentlichen Teil seines Flüssigkeitsbedarfs über die Äsung deckt. Das Schalenwild stieß aufgrund der Dürre ebenso an seine Grenzen und wurde nicht nur in den Niederungen von der Jägerschaft tatkräftig mit Wasser unterstützt, sondern gezwungenermaßen auch in den heuer trockenen Bergrevieren.
Neben der unmittelbaren Hilfe in der Hitze setzt die Jägerschaft auf langfristige Maßnahmen. Gemeinsam mit Grundeigentümern sowie der Land- und Forstwirtschaft werden Feuchtbiotope, Hecken und Feldgehölze erhalten und neu angelegt, Wildäsungsflächen geschaffen, Brachen gepflegt und Rückzugsräume gesichert. Diese Strukturen bieten Nahrung, Schatten und Deckung und machen Lebensräume widerstandsfähiger gegenüber Wetterextremen. Davon profitieren neben Reh, Hase, Fasan und Rotwild auch zahlreiche Vogelarten, Insekten und Amphibien. Auch künstliche Wasserstellen und Feuchtbiotope gewinnen angesichts längerer Trockenperioden an Bedeutung. Sie verringern die Wege, die Wild zur Wasseraufnahme zurücklegen muss, und reduzieren den Energieverbrauch während Hitzeperioden.
Welche Folgen die außergewöhnliche Hitze und Trockenheit für die Wildbestände tatsächlich haben werden, lässt sich derzeit noch nicht abschließend beurteilen. Eine Bewertung wird insbesondere anhand der weiteren Entwicklung und der Fallwildzahlen möglich sein. Es ist jedoch davon auszugehen, dass diese aufgrund von Hitzestress, Verdursten und Verhungern insbesondere bei den Jungtieren höher ausfallen als in den vergangenen Jahren. Die weitere Entwicklung der Bestände und hitzebedingtes Fallwild werden daher auch in den Abschussplänen entsprechend berücksichtigt. (Schluss)
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