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Wien, 10. Juli 2026 (aiz.info)

EU-Schweinemarkt: Erzeugerpreis-Rückgänge sind die Regel

Sommerliche Hitze verknappt das heimische Angebot - österreichische Exportwirtschaft leidet unter billigen Konkurrenzangeboten

Die angespannte Lage der vergangenen Wochen setzt sich in vielen europäischen Ländern fort. Während das Lebendangebot häufig überschaubar ausfällt und zuletzt häufig weiter abgenommen hat, bleibt vor allem der Handel mit Fleisch schwierig. Gerade in Ländern, die stärker auf den innereuropäischen Handel angewiesen sind, nimmt die Verunsicherung weiter zu.

Deutschland - Das Angebot an Schlachtschweinen hat zuletzt etwas abgenommen, auch die Schlachtgewichte sanken deutlich. Aus einigen Regionen wird entsprechend von einem ausgeglichenen Markt berichtet. Andernorts gibt es dagegen noch immer größere Überhänge, für die kommenden Wochen werden zudem wieder mehr Tiere erwartet. Die größte Herausforderung bleibt allerdings der innereuropäische Fleischmarkt. Die Schlachtunternehmen berichten von großen Problemen in der Vermarktung und drosseln ihre Aktivitäten.

In Spanien bleibt das Angebot an Schlachtschweinen weiter knapp. Die Schlachtgewichte liegen inzwischen unter dem Vorjahr, die Landwirte liefern zügig ab. Dennoch kann der Bedarf nicht immer gedeckt werden, weshalb die Mäster Preisaufschläge fordern. Anders sieht es am Fleischmarkt aus. Hier fehlt es fast komplett an Impulsen, fast alle Marktteilnehmer agieren extrem vorsichtig. Aufgrund der großen innereuropäischen Konkurrenz hängt die Preisentwicklung in Spanien nicht unwesentlich von den weiteren EU-Ländern ab.

Frankreich - Der französische Schlachtschweinepreis zog zuletzt 3 Wochen in Folge an, womit Frankreich eine Ausnahme in der EU darstellt. Dabei macht sich insbesondere das rückläufige Lebendangebot bemerkbar. Gleichzeitig laufen auch die nationalen Fleischgeschäfte zügiger als in vielen anderen Ländern, die anstehende Urlaubszeit macht sich positiv bemerkbar.

Ö Markt: Druck auf dem Fleischmarkt konnte nicht Stand gehalten werden

Die Hitze der vergangenen Wochen führt weiter zu einem verminderten Angebot in Österreich, welches im Wesentlichen termingerecht abgesetzt werden kann. Der Markt der Abnehmer ist weiter zweigeteilt. Die Vermarktung von Ware heimischer Herkunft läuft, abgesehen von einigen Teilstücken wir Schlögel und fallweise Karree, so halbwegs zufriedenstellen. Man merkt aber auch hierzulande das die Hitze den Appetit zügelt und dadurch generell weniger Fleisch verzehrt wird. 

Große Probleme bereitet den Abnehmern weiterhin die angespannte Lage auf den nahen und fernen Exportmärkten, wo Billigstangebote weiter für große Wettbewerbsnachteile sorgen. Das von der deutschen Notierung ausgehende Minus musste nicht in vollem Umfang mitgemacht werden, was den Abstand zur dortigen Notierung weiter vergrößert hat und mittlerweile weit über 20 Euro je Schwein ausmacht. Eine Rücknahme war aber alternativlos, um den heimischen Absatzmarkt nicht zu gefährden und den Mengenfluss aufrecht zu erhalten.

Mastschweine-Basispreis: EUR 1,44 (- 0,08)
Zuchten-Basispreis: EUR 0,76 (- 0,08) (Schluss)
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