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Brüssel/Wien, 30. September 2026 (aiz.info)

EU-Klimavorschriften: Kommission offen für späteren Start der Methan-Regeln

Brüsseler Behörde reagiert auf Versorgungssorgen im Energiebereich – Verschiebung von Importvorschriften für fossile Brennstoffe im Gespräch.

Die Europäische Kommission zeigt sich offen für einen späteren Beginn neuer Klimaschutzregeln für das Treibhausgas Methan. Wie MBI berichtet, wies EU-Energiekommissar Dan Jørgensen seine Mitarbeiter an, Möglichkeiten für eine Verschiebung des Inkrafttretens zu prüfen, nachdem eine Mehrheit der Mitgliedstaaten entsprechende Bedenken geäußert hatte.

Konkret geht es um Vorschriften zum Import fossiler Brennstoffe, die nach den bisherigen Planungen ab 1. Jänner 2027 greifen sollten. Jørgensen betonte am Rande eines Treffens mit den EU-Energieministern in Dublin, dass in einem ersten Schritt die rechtlichen Möglichkeiten ausgelotet werden. Die letztendliche Entscheidung liege bei den EU-Mitgesetzgebern.

Versorgungssicherheit im Fokus

Als maßgeblicher Grund für eine mögliche Lockerung des Zeitplans gilt die Versorgungssicherheit im Energiesektor. Angesichts eines Winters, der nach derzeitigem Stand schwierig werden könnte, wolle die Behörde bestehende Unsicherheiten aus dem Weg räumen. Eine Verschiebung bedeute jedoch keineswegs einen Rückzieher von den grundsätzlichen Klimazielen, so der Energiekommissar.

Seit 2024 sind in der EU Regeln zur Reduktion von Methanemissionen im Energiesektor in Kraft. Ab Anfang 2027 müssten Importeure für bestimmte Lieferverträge zusätzlich belegen, dass die Förderer im Herkunftsland ihre Emissionen mit vergleichbaren Standards überwachen wie Betriebe innerhalb der EU. Bereits im Juli hatte die Kommission den Mitgliedstaaten empfohlen, vorerst keine Strafen bei Verstößen im Bereich der Importvorschriften zu verhängen. In mehreren Mitgliedsländern – darunter Deutschland – sorgte die Ausgestaltung und Federführung der Verordnung zuletzt für Debatten zwischen den zuständigen Ministerien. (Schluss)
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