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Brüssel, 3. November (aiz.info)

EU Agrar- und Lebensmittelexporte weitgehend stabil

Handelsüberschuss wächst von Jänner bis August auf 34,7 Mrd. Euro an - Ausfuhren halten sich mit 157,7 Mrd. Euro stabil - Sinkende Kakaopreise dämpfen die Importwerte.

Die EU hat ihre positive Handelsbilanz im Agrar- und Lebensmittelsektor in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 weiter ausgebaut. Wie der Branchendienst MBI unter Berufung auf Daten der EU-Kommission berichtet, belief sich der kumulierte Überschuss von Jänner bis August auf 34,7 Milliarden Euro – ein Plus von 4,1 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Ausfuhren von Januar bis August erreichten demnach insgesamt 157,7 Mrd EUR und blieben damit im Jahresvergleich weitgehend stabil. Wertzuwächse in mehreren Produktgruppen glichen geringere Exporte von Olivenöl, Schweinefleisch und Kakaoprodukten aus.
 
Die Ausfuhren in die Türkei stiegen um 320 Mio EUR (plus 8 Prozent), vor allem aufgrund höherer Rindfleischlieferungen. Die Exporte nach Indien legten um 253 Mio EUR (plus 29 Prozent) zu, maßgeblich getragen von Sonnenblumenöl, wie die Kommission weiter berichtete. Die Ausfuhren in die Golfstaaten erholten sich im August nach vorherigen Störungen wieder auf durchschnittliche Werte. Bei den Produktgruppen stiegen die weltweiten Exporte von Spirituosen und Likören um 583 Mio EUR (plus 11 Prozent). Dagegen sanken die Ausfuhren von Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen um 1,4 Mrd EUR (minus 16 Prozent).
 
Die kumulierten EU-Importe beliefen sich auf 122,9 Mrd EUR. Das waren 4,5 Mrd EUR (minus 4 Prozent) weniger als im Vorjahreszeitraum. Ausschlaggebend war vor allem der Rückgang der Einfuhrwerte aus wichtigen Kakaoerzeugerländern, da die Kakaopreise weiter gesunken sind. Die Importe aus Côte d’Ivoire gingen um 1,4 Mrd EUR (minus 22 Prozent) zurück. Die Einfuhren aus Kamerun und Nigeria sanken um 46 bzw. 47 Prozent.
 
Über alle Produktgruppen hinweg verringerten sich die Importe von Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen um 5,5 Mrd EUR (minus 19 Prozent). Dagegen stiegen die Einfuhren von Obst und Nüssen um 825 Mio EUR (plus 4 Prozent). Auch bei nicht essbaren Erzeugnissen für die technische Verwendung sowie bei Margarine und anderen Ölen und Fetten wurden Zuwächse verzeichnet. (Schluss)
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