BIO AUSTRIA: Bio-Nachfrage wächst - Produktion muss nachziehen
Riegler: Marktchancen durch steigende Nachfrage müssen genutzt werden
Nürnberg, 13. Februar 2026 (aiz.info). - Die Nachfrage nach Bio-Produkten entwickelt sich in Österreich wieder deutlich positiv und eröffnet neue Chancen für die heimische Bio-Landwirtschaft. Damit diese Marktentwicklung voll genutzt werden kann, braucht es jetzt die entsprechenden Rahmenbedingungen für die Produktion. Darauf machte BIO AUSTRIA Obfrau Barbara Riegler bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der AMA-Marketing im Rahmen der Weltleitmesse für Bio-Produkte, der BIOFACH 2026 in Nürnberg, aufmerksam. "Bio ist gefragt wie lange nicht. Umso problematischer ist es, wenn ausgerechnet jetzt der Zugang zur Bio-Maßnahme versperrt ist. Das ist ein schlechtes Signal an alle Betriebe, die bereit wären, auf Bio umzustellen", so Riegler.
Bio in Österreich: Starke Fläche, stabile Basis
In Österreich wirtschaften rund 23% der landwirtschaftlichen Betriebe biologisch und bewirtschaften etwa 27% der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Insgesamt gibt es rund 23.563 Bio-Betriebe mit knapp 690.900 Hektar Bio-Fläche. Damit liegt Österreich europaweit weiterhin im Spitzenfeld. "Nach den herausfordernden Jahren 2022 bis 2024 ist es gelungen, die große Mehrheit der Bio-Betriebe zu halten. Diese Stabilisierung ist ein wichtiger Ausgangspunkt. Jetzt braucht es wieder neue Impulse für Wachstum", betont Riegler.
Nachfrage vorhanden: Produktion braucht neue Impulse
Die aktuellen Marktdaten zeigen: Die Bio-Einkäufe in Österreich stiegen wertmäßig um 2,3% und mengenmäßig um 6,5%. Besonders in einzelnen Sparten, etwa bei Bio-Rindfleisch, ist die Nachfrage klar vorhanden. "Der Markt wächst, die Nachfrage ist da. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass die heimische Bio-Produktion mitwachsen kann", so Riegler. "Wenn wir jetzt nicht gegensteuern, laufen wir Gefahr, Marktchancen nicht zu nutzen und Versorgungslücken am Ende mit Importware schließen zu müssen."
Einstiegsstopp in die Bio-Maßnahme ist falsches Signal
Seit Ende 2024 ist kein Neueinstieg in die Bio-Maßnahme des ÖPUL mehr möglich, mit Ende 2025 ist auch der Umstieg innerhalb laufender Verpflichtungen ausgelaufen. Aktuell können lediglich bestehende Bio-Betriebe ihre Flächen ausweiten. "Betriebe, die jetzt auf Bio umstellen wollen, stehen vor verschlossenen Türen, und ihre Leistungen werden nicht angemessen honoriert", kritisiert Riegler. "Gerade in einer Phase wachsender Nachfrage brauchen wir Einstiege und Umstiege."
BIO AUSTRIA steht dazu im laufenden Austausch mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz. "Entscheidend ist das Signal: Bio ist gewollt. Der Nutzen für Markt, Umwelt und Versorgungssicherheit wäre erheblich", so Riegler.
Neue Gentechnik: Große Verunsicherung in der Landwirtschaft
Neben der Förderpolitik beschäftigt viele Bäuerinnen und Bauern derzeit auch die geplante Neuregelung der Neuen Gentechnik (NGT) auf EU-Ebene. Der derzeitige Ansatz der Europäischen Kommission sieht vor, einen Großteil der NGT-Pflanzen vom bestehenden Gentechnikrecht auszunehmen. „Bio ist von den Maßnahmen ausgenommen und bleibt gentechnikfrei“, stellt Riegler klar. "Doch eine Deregulierung ohne Kennzeichnung und wirksamen Patentschutz gefährdet die Wahlfreiheit, die Koexistenz und letztlich die europäische Ernährungssicherheit."
Bio braucht klare politische Leitplanken
BIO AUSTRIA fordert daher klare Rahmenbedingungen auf nationaler und europäischer Ebene:
+ Zugang zur Bio-Förderung für umstellungswillige Betriebe sicherstellen
+ Verpflichtende Kennzeichnung und damit Rückverfolgbarkeit für NGT auf EU-Ebene
+ Kein Patentschutz auf Pflanzen und genetische Eigenschaften
"Die BIOFACH zeigt eindrucksvoll: Der Markt ist bereit, die Konsumentinnen und Konsumenten sind bereit, und die Betriebe haben ihre Bereitschaft gezeigt“, so Riegler abschließend. "Wenn Bio politisch gewollt ist, muss Bio auch politisch ermöglicht werden."
Alle Informationen zu den Bio-Zahlen und Marktdaten sind unter https://www.bio-austria.at/bio-bauern/statistik/ zu finden. (Schluss)
Bio in Österreich: Starke Fläche, stabile Basis
In Österreich wirtschaften rund 23% der landwirtschaftlichen Betriebe biologisch und bewirtschaften etwa 27% der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Insgesamt gibt es rund 23.563 Bio-Betriebe mit knapp 690.900 Hektar Bio-Fläche. Damit liegt Österreich europaweit weiterhin im Spitzenfeld. "Nach den herausfordernden Jahren 2022 bis 2024 ist es gelungen, die große Mehrheit der Bio-Betriebe zu halten. Diese Stabilisierung ist ein wichtiger Ausgangspunkt. Jetzt braucht es wieder neue Impulse für Wachstum", betont Riegler.
Nachfrage vorhanden: Produktion braucht neue Impulse
Die aktuellen Marktdaten zeigen: Die Bio-Einkäufe in Österreich stiegen wertmäßig um 2,3% und mengenmäßig um 6,5%. Besonders in einzelnen Sparten, etwa bei Bio-Rindfleisch, ist die Nachfrage klar vorhanden. "Der Markt wächst, die Nachfrage ist da. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass die heimische Bio-Produktion mitwachsen kann", so Riegler. "Wenn wir jetzt nicht gegensteuern, laufen wir Gefahr, Marktchancen nicht zu nutzen und Versorgungslücken am Ende mit Importware schließen zu müssen."
Einstiegsstopp in die Bio-Maßnahme ist falsches Signal
Seit Ende 2024 ist kein Neueinstieg in die Bio-Maßnahme des ÖPUL mehr möglich, mit Ende 2025 ist auch der Umstieg innerhalb laufender Verpflichtungen ausgelaufen. Aktuell können lediglich bestehende Bio-Betriebe ihre Flächen ausweiten. "Betriebe, die jetzt auf Bio umstellen wollen, stehen vor verschlossenen Türen, und ihre Leistungen werden nicht angemessen honoriert", kritisiert Riegler. "Gerade in einer Phase wachsender Nachfrage brauchen wir Einstiege und Umstiege."
BIO AUSTRIA steht dazu im laufenden Austausch mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz. "Entscheidend ist das Signal: Bio ist gewollt. Der Nutzen für Markt, Umwelt und Versorgungssicherheit wäre erheblich", so Riegler.
Neue Gentechnik: Große Verunsicherung in der Landwirtschaft
Neben der Förderpolitik beschäftigt viele Bäuerinnen und Bauern derzeit auch die geplante Neuregelung der Neuen Gentechnik (NGT) auf EU-Ebene. Der derzeitige Ansatz der Europäischen Kommission sieht vor, einen Großteil der NGT-Pflanzen vom bestehenden Gentechnikrecht auszunehmen. „Bio ist von den Maßnahmen ausgenommen und bleibt gentechnikfrei“, stellt Riegler klar. "Doch eine Deregulierung ohne Kennzeichnung und wirksamen Patentschutz gefährdet die Wahlfreiheit, die Koexistenz und letztlich die europäische Ernährungssicherheit."
Bio braucht klare politische Leitplanken
BIO AUSTRIA fordert daher klare Rahmenbedingungen auf nationaler und europäischer Ebene:
+ Zugang zur Bio-Förderung für umstellungswillige Betriebe sicherstellen
+ Verpflichtende Kennzeichnung und damit Rückverfolgbarkeit für NGT auf EU-Ebene
+ Kein Patentschutz auf Pflanzen und genetische Eigenschaften
"Die BIOFACH zeigt eindrucksvoll: Der Markt ist bereit, die Konsumentinnen und Konsumenten sind bereit, und die Betriebe haben ihre Bereitschaft gezeigt“, so Riegler abschließend. "Wenn Bio politisch gewollt ist, muss Bio auch politisch ermöglicht werden."
Alle Informationen zu den Bio-Zahlen und Marktdaten sind unter https://www.bio-austria.at/bio-bauern/statistik/ zu finden. (Schluss)
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