Wolfsabschuss in Arzl im Pitztal: Situation differenziert betrachten
LK Tirol-Präsident Josef Hechenberger: Schutz der Nutztiere und rasches Handeln bei konkretem Risiko bleiben entscheidend
Nach aktuellen Erkenntnissen wurden die Anfang September in Arzl im Pitztal gerissenen sechs Ziegen nicht von einem Wolf, sondern von einem Goldschakal getötet. Die Diskussion rund um den daraufhin erfolgten Wolfsabschuss wird nun erneut von Kritik begleitet. Aus Sicht der Landwirtschaftskammer Tirol muss die Situation jedoch differenziert betrachtet werden.
Für die betroffene Bauernfamilie bedeutete der Vorfall zunächst eine dramatische Situation: Sechs tote Tiere auf der Weide sowie eine verunsicherte und aufgeschreckte Herde haben es unmöglich gemacht, die Tiere unter diesen Umständen auf die Hofstelle zurückzubringen. Hinzu kommt, dass am Abend desselben Tages in dem betroffenen Weidegebiet ein Wolf nachgewiesen wurde.
„Unter diesen Voraussetzungen war klar, dass weiterhin ein konkretes Risiko für die Herde bestand. Genau aus diesem Grund haben wir die gesetzlichen Regelungen angepasst. Wir wollen nicht erst handeln, wenn der nächste Schaden bereits eingetreten ist, sondern dann, wenn ein Wolf nachweislich ein konkretes Risiko für Nutztiere darstellt. Unsere Bäuerinnen und Bauern tragen jeden Tag Verantwortung für ihre Tiere. Mit dieser Verantwortung dürfen sie nicht allein gelassen werden. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Möglichkeit haben, einen potenziellen Schadwolf zu entnehmen und weiteren Schaden von den Herden abzuwenden“, erklärt LK-Tirol Präsident Josef Hechenberger.
Die Landwirtschaftskammer Tirol spricht sich weiterhin für ein praktikables Wolfsmanagement aus, das die Existenzgrundlagen der bäuerlichen Familien berücksichtigt. (Schluss)
Für die betroffene Bauernfamilie bedeutete der Vorfall zunächst eine dramatische Situation: Sechs tote Tiere auf der Weide sowie eine verunsicherte und aufgeschreckte Herde haben es unmöglich gemacht, die Tiere unter diesen Umständen auf die Hofstelle zurückzubringen. Hinzu kommt, dass am Abend desselben Tages in dem betroffenen Weidegebiet ein Wolf nachgewiesen wurde.
„Unter diesen Voraussetzungen war klar, dass weiterhin ein konkretes Risiko für die Herde bestand. Genau aus diesem Grund haben wir die gesetzlichen Regelungen angepasst. Wir wollen nicht erst handeln, wenn der nächste Schaden bereits eingetreten ist, sondern dann, wenn ein Wolf nachweislich ein konkretes Risiko für Nutztiere darstellt. Unsere Bäuerinnen und Bauern tragen jeden Tag Verantwortung für ihre Tiere. Mit dieser Verantwortung dürfen sie nicht allein gelassen werden. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Möglichkeit haben, einen potenziellen Schadwolf zu entnehmen und weiteren Schaden von den Herden abzuwenden“, erklärt LK-Tirol Präsident Josef Hechenberger.
Die Landwirtschaftskammer Tirol spricht sich weiterhin für ein praktikables Wolfsmanagement aus, das die Existenzgrundlagen der bäuerlichen Familien berücksichtigt. (Schluss)
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