Frankreichs Maisernte bricht nach Dürresommer auf 50-Jahres-Tief ein
Bauernvertreter: "Ohne sofortige Liquiditätshilfen wird es keine nächste Saison geben."
Frankreichs Bauern erwarten wegen der Hitzewellen in diesem Jahr die schlechteste Mais-Ernte seit 50 Jahren. Die Produktion dürfte sich in diesem Jahr auf sieben Millionen Tonnen halbieren und damit den niedrigsten Stand seit 1976 erreichen, wie der Verband der Maisanbauer AGPM laut APA mitteilte. Im vergangenen Jahr waren es noch 13,7 Millionen Tonnen gewesen.
"Das Schlimmste ist eingetreten", sagte der AGPM-Vorsitzende Franck Laborde. Als Gründe nannte er die Rekorddürre und geringere Aussaatflächen nach einem außergewöhnlich heißen und trockenen Sommer. Laborde machte für den Einbruch die durch den Klimawandel verursachten Hitzewellen verantwortlich.
Bauern fordern Hilfen
Zudem kritisierte er die in Frankreich geltenden Beschränkungen für die Wasserspeicherung. Dadurch hätten die Landwirte Wasser aus einem außergewöhnlich regenreichen Winter nicht nutzen können. Der Ernteausfall werde die Branche rund 2,5 Milliarden Euro an Umsatz kosten. "Ohne sofortige Liquiditätshilfen wird es keine nächste Saison geben", sagte Laborde. Die Regierung in Paris hat bereits ein Hilfspaket in Höhe von 1,3 Milliarden Euro zugesagt.
Der Einbruch der heimischen Produktion wird dazu führen, dass Frankreich in dieser Saison erstmals in erheblichem Umfang Mais importieren muss. Als mögliche Lieferländer gelten Brasilien und die Ukraine. Die Dürre hat Auswirkungen auf den gesamten Kontinent. Der europäische Futtermittelverband FEFAC schätzte zuletzt, dass die Europäische Union in der Saison 2026/27 zusätzlich sieben Millionen Tonnen Mais importieren müsse. Von der extremen Trockenheit waren einem Experten zufolge vor allem unbewässerte Flächen betroffen. Ein großer Teil der Ernte sei nur noch als Futtermittel geeignet. (Schluss)
"Das Schlimmste ist eingetreten", sagte der AGPM-Vorsitzende Franck Laborde. Als Gründe nannte er die Rekorddürre und geringere Aussaatflächen nach einem außergewöhnlich heißen und trockenen Sommer. Laborde machte für den Einbruch die durch den Klimawandel verursachten Hitzewellen verantwortlich.
Bauern fordern Hilfen
Zudem kritisierte er die in Frankreich geltenden Beschränkungen für die Wasserspeicherung. Dadurch hätten die Landwirte Wasser aus einem außergewöhnlich regenreichen Winter nicht nutzen können. Der Ernteausfall werde die Branche rund 2,5 Milliarden Euro an Umsatz kosten. "Ohne sofortige Liquiditätshilfen wird es keine nächste Saison geben", sagte Laborde. Die Regierung in Paris hat bereits ein Hilfspaket in Höhe von 1,3 Milliarden Euro zugesagt.
Der Einbruch der heimischen Produktion wird dazu führen, dass Frankreich in dieser Saison erstmals in erheblichem Umfang Mais importieren muss. Als mögliche Lieferländer gelten Brasilien und die Ukraine. Die Dürre hat Auswirkungen auf den gesamten Kontinent. Der europäische Futtermittelverband FEFAC schätzte zuletzt, dass die Europäische Union in der Saison 2026/27 zusätzlich sieben Millionen Tonnen Mais importieren müsse. Von der extremen Trockenheit waren einem Experten zufolge vor allem unbewässerte Flächen betroffen. Ein großer Teil der Ernte sei nur noch als Futtermittel geeignet. (Schluss)
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