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Rom, 7. Oktober 2026 (aiz.info)

FAO-Lebensmittelpreisindex zieht im September spürbar an

Preissprünge bei Getreide und Zucker treiben den globalen Index auf 136 Punkte - Wetterextreme und Handelsstörungen belasten die Agrarmärkte

Der FAO-Lebensmittelpreisindex ist im September deutlich gestiegen. Höhere Preise für Getreide und Zucker sowie in geringerem Umfang für Pflanzenöle überkompensierten die Rückgänge bei Fleisch und die nahezu stabilen Milchpreise, wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) laut MBI mitteilte. Der Lebensmittelpreisindex der FAO, der einen Korb häufig gehandelter Agrarrohstoffe abbildet, lag im vergangenen Monat im Durchschnitt bei 136 Punkten und damit 1,5 Prozent über dem Augustwert sowie 5,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Nach Angaben der FAO belasteten Transportstörungen und wetterbedingte Angebotsrisiken mehrere Agrarrohstoffmärkte. 
 
Der FAO-Getreidepreisindex stieg im September um 5,1 Prozent und lag damit 17,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Weizenpreise erreichten den höchsten Stand seit August 2023. Preistreiber waren Handelsstörungen in der Schwarzmeerregion und trockenes Wetter in Teilen Nordamerikas. Auch die Maispreise stiegen auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Hintergrund waren eine sich verknappende Angebotslage nach geringer als erwarteten Erträgen in den USA und ein geringeres Exportangebot aus Brasilien. Sorghum, Gerste und Reis verteuerten sich ebenfalls. Bei Reis stützten wetterbedingte Sorgen und das saisonal knappere Angebot die Preise. 
 
Der FAO-Pflanzenölpreisindex stieg im September um 0,9 Prozent und lag damit mehr als 18 Prozent über dem Vorjahresniveau. Hauptgrund waren höhere Palmölpreise angesichts einer starken weltweiten Nachfrage und Sorgen über trockenes Wetter in Südostasien. Die Preise für Sonnenblumenöl gaben dagegen aufgrund der Erwartung eines reichlichen Angebots aus der Schwarzmeerregion nach. Soja- und Rapsölpreise blieben weitgehend stabil. 
 
Der FAO-Milchpreisindex veränderte sich im September kaum und sank um 0,1 Prozent. Damit lag er allerdings weiterhin mehr als 19 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Höhere Preise für Milchpulver, gestützt durch eine starke Nachfrage aus Asien und ein begrenztes kurzfristig verfügbares Angebot, glichen die Rückgänge bei Käse weitgehend aus. Die Butterpreise blieben weitgehend stabil. 
 
Der FAO-Fleischpreisindex gab im September leicht nach. Ausschlaggebend waren niedrigere Geflügelfleischpreise angesichts reichlicher Exportmengen aus Brasilien und einer schwächeren Importnachfrage aus der EU. Auch Schweinefleisch wurde aufgrund reichlicher Angebote in wichtigen Exportländern günstiger. Die Preise für Rind- und Schaffleisch blieben weitgehend stabil. Eine stärkere Nachfrage aus den USA stützte die brasilianischen Rindfleischpreise, während eine robuste weltweite Nachfrage die Preise für Schaffleisch in Ozeanien unverändert hielt. 
 
Der FAO-Zuckerpreisindex stieg im September um 6,1 Prozent und verzeichnete damit den dritten monatlichen Anstieg in Folge. Zugleich erreichte er den höchsten Stand seit April 2025. Ausschlaggebend waren Erwartungen eines knapperen globalen Angebots in der Saison 2026/27. In Thailand werden geringere Produktionsmengen erwartet, während in Indien aufgrund unterdurchschnittlicher Niederschläge und einer zunehmenden Ausprägung von El Niño Sorgen über die Ernteaussichten bestehen. In Brasiliens Anbauregion Center-South beeinträchtigten zudem starke Regenfälle die Ernte. In der EU ging die Aussaatfläche für Zuckerrüben zurück. (Schluss)
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