Bundesweintaufe 2026: Österreich begrüßt einen außergewöhnlichen Weinjahrgang
Neuer Jahrgang verspricht trotz kleinerer Erntemenge hohe Qualität - Barbara van Melle erhält Bacchuspreis, langjähriger Weinbaudirektor Josef Glatt feierlich verabschiedet.
Wien wurde für einen Abend zum Treffpunkt der österreichischen Weinwelt: Bei der Bundesweintaufe 2026 im Wiener Rathaus wurde der neue Jahrgang offiziell willkommen geheißen, Barbara van Melle mit dem Bacchuspreis ausgezeichnet und Josef Glatt für sein jahrzehntelanges Wirken im Dienst des österreichischen Weinbaus geehrt. Im Mittelpunkt stand dabei ein Jahrgang, der trotz kleinerer Erntemengen große Erwartungen weckt.
„Jeder Jahrgang erzählt seine eigene Geschichte und dieser hat bereits jetzt viel zu erzählen“, sagte Chris Yorke, Geschäftsführer der Österreich Wein Marketing, anlässlich der Bundesweintaufe im Wiener Rathaus. Die traditionsreiche Veranstaltung versammelt jährlich die heimische Weinwelt, um den neuen österreichischen Weinjahrgang willkommen zu heißen. Im Mittelpunkt stand heuer ein Jahrgang, der schon im Vorfeld für Gesprächsstoff gesorgt hatte.
Neben zahlreichen Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zählten auch Bundesminister Norbert Totschnig, Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, der österreichische Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager sowie Wiener Weinbaupräsident Norbert Walter zu den Gästen der Bundesweintaufe. Durch den festlichen Abend führte Bundesweinkönigin Maria IV. (Maria Liegenfeld).
Ein Jahrgang, geprägt von einem außergewöhnlichen Sommer
Die Weine des Jahres 2026 tragen die Handschrift eines herausfordernden Jahres. Ein früher Vegetationsbeginn, heiße Sommermonate und lange Trockenphasen verlangten den Winzer*innen einiges ab. Die Erntemengen fielen vielerorts geringer aus als gewohnt, gleichzeitig präsentieren sich die Trauben in bemerkenswertem Zustand.
„Das Weinjahr 2026 war für unsere Winzerinnen und Winzern sehr herausfordernd. Gerade unter schwierigen Witterungsbedingungen wie der heurigen Trockenheit zeigt sich, wieviel Erfahrung, Fachwissen und Fingerspitzengefühl im heimischen Weinbau stecken. Auch wenn die Erntemenge geringer ausgefallen ist, stimmt uns die hohe Qualität der Trauben zuversichtlich“, so Johannes Schmuckenschlager, Präsident des Österreichischen Weinbauverbands.
Auch Yorke blickt optimistisch auf die Weinqualität des neuen Jahrgangs: „Die Weine des Jahrgangs 2026 vereinen Reife, Ausdruckskraft und Herkunft auf besondere Weise. Sowohl bei Weiß- als auch bei Rotweinen dürfen sich Weinliebhaber*innen auf charakterstarke Weine mit viel Persönlichkeit freuen.“
Bacchuspreis für Barbara van Melle
Neben dem Wein stand auch eine besondere Ehrung im Mittelpunkt des Abends: Der Bacchuspreis, mit dem seit mehr als fünf Jahrzehnten Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise um den österreichischen Wein verdient gemacht haben. Die Wahl fiel heuer auf Barbara van Melle. Als Journalistin, Autorin und Kulinarikexpertin setzt sie sich seit vielen Jahren für handwerklich erzeugte Lebensmittel, regionale Produzent*innen und die österreichische Genusskultur ein. Besonders prägend war ihr Engagement für den Wiener Gemischten Satz: Als Pionierin der Slow-Food-Bewegung in Österreich begleitete sie dessen Aufnahme in das internationale Slow-Food-Förderprogramm „Presidio“ und machte damit auf seine kulturelle Bedeutung, die gelebte Biodiversität im Weingarten sowie die Arbeit der Wiener Winzer*innen aufmerksam. Mit ihrer Arbeit hat sie wesentlich dazu beigetragen, das Bewusstsein für Herkunft, Qualität und kulinarisches Handwerk zu stärken.
„Barbara van Melle versteht es wie kaum eine andere, Genuss, Handwerk und Herkunft miteinander zu verbinden. Mit ihrer Arbeit hat sie dazu beigetragen, die Geschichte, die Vielfalt und die Qualität des österreichischen Weins, im Speziellen des Wiener Gemischten Satzes, einem breiten Publikum näherzubringen und seine Bedeutung weit über die Landesgrenzen hinaus sichtbar zu machen“, würdigte der Wiener Weinbaupräsident Norbert Walter das langjährige Engagement der Preisträgerin in seiner Laudatio.
Unter großem Applaus nahm Van Melle die Auszeichnung entgegen, bevor Dompfarrer Toni Faber den Bundeswein 2026 offiziell auf den von Barbara van Melle gewählten Namen „Leib und Seele“ taufte.
Dank für 32 Jahre im Dienst des österreichischen Weinbaus
Einen besonders emotionalen Moment erlebte der Abend bei der Würdigung von Josef Glatt. Nach 32 Jahren als Direktor des Österreichischen Weinbauverbands verabschiedete er sich mit Ende Oktober in den Ruhestand.
Zahlreiche Wegbegleiter*innen nutzten die Gelegenheit, um Glatt für seinen jahrzehntelangen Einsatz für den österreichischen Weinbau zu danken. In seiner außergewöhnlich langen Amtszeit begleitete und prägte er maßgeblich die Entwicklung des österreichischen Weinbaus und dessen internationale Etablierung als Herkunft hochwertiger Qualitätsweine.
„32 Jahre lang hat Josef Glatt den österreichischen Weinbau nicht nur begleitet, sondern mit großer Leidenschaft, Weitblick und persönlichem Einsatz entscheidend geprägt. Er hat sich für die Anliegen unserer Winzerinnen und Winzer stets starkgemacht, Menschen zusammengebracht und wichtige Weichen für die erfolgreiche Entwicklung unserer Weinwirtschaft gestellt. Mit seiner fachlichen Kompetenz und seiner verbindenden Art war er ein verlässlicher Ansprechpartner und geschätzter Wegbegleiter. Für seinen unermüdlichen Einsatz und die persönlichen Verdienste um den österreichischen Weinbau gebühren Josef Glatt unser aufrichtiger Dank und unsere höchste Anerkennung“, hob Bundesminister Norbert Totschnig das langjährige Engagement von Glatt in seiner Laudatio hervor.
Treffpunkt der österreichischen Weinbranche
Die Bundesweintaufe zählt zu den wichtigsten gesellschaftlichen Veranstaltungen der heimischen Weinwirtschaft. Neben der feierlichen Weintaufe bot der Abend Raum für Begegnungen, Gespräche und den Austausch über aktuelle Entwicklungen im österreichischen Weinbau.
„Österreichischer Wein genießt weit über unsere Landesgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf. Er steht für Qualität, Herkunft und eine lebendige Weinkultur, die unsere Regionen prägt und weit über den Weinbau hinaus Bedeutung hat. Die Bundesweintaufe ist jedes Jahr ein besonderer Anlass, diese Vielfalt und unsere Weintradition zu feiern und den neuen Jahrgang gebührend willkommen zu heißen“, betonte Schmuckenschlager. (Schluss)
„Jeder Jahrgang erzählt seine eigene Geschichte und dieser hat bereits jetzt viel zu erzählen“, sagte Chris Yorke, Geschäftsführer der Österreich Wein Marketing, anlässlich der Bundesweintaufe im Wiener Rathaus. Die traditionsreiche Veranstaltung versammelt jährlich die heimische Weinwelt, um den neuen österreichischen Weinjahrgang willkommen zu heißen. Im Mittelpunkt stand heuer ein Jahrgang, der schon im Vorfeld für Gesprächsstoff gesorgt hatte.
Neben zahlreichen Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zählten auch Bundesminister Norbert Totschnig, Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, der österreichische Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager sowie Wiener Weinbaupräsident Norbert Walter zu den Gästen der Bundesweintaufe. Durch den festlichen Abend führte Bundesweinkönigin Maria IV. (Maria Liegenfeld).
Ein Jahrgang, geprägt von einem außergewöhnlichen Sommer
Die Weine des Jahres 2026 tragen die Handschrift eines herausfordernden Jahres. Ein früher Vegetationsbeginn, heiße Sommermonate und lange Trockenphasen verlangten den Winzer*innen einiges ab. Die Erntemengen fielen vielerorts geringer aus als gewohnt, gleichzeitig präsentieren sich die Trauben in bemerkenswertem Zustand.
„Das Weinjahr 2026 war für unsere Winzerinnen und Winzern sehr herausfordernd. Gerade unter schwierigen Witterungsbedingungen wie der heurigen Trockenheit zeigt sich, wieviel Erfahrung, Fachwissen und Fingerspitzengefühl im heimischen Weinbau stecken. Auch wenn die Erntemenge geringer ausgefallen ist, stimmt uns die hohe Qualität der Trauben zuversichtlich“, so Johannes Schmuckenschlager, Präsident des Österreichischen Weinbauverbands.
Auch Yorke blickt optimistisch auf die Weinqualität des neuen Jahrgangs: „Die Weine des Jahrgangs 2026 vereinen Reife, Ausdruckskraft und Herkunft auf besondere Weise. Sowohl bei Weiß- als auch bei Rotweinen dürfen sich Weinliebhaber*innen auf charakterstarke Weine mit viel Persönlichkeit freuen.“
Bacchuspreis für Barbara van Melle
Neben dem Wein stand auch eine besondere Ehrung im Mittelpunkt des Abends: Der Bacchuspreis, mit dem seit mehr als fünf Jahrzehnten Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise um den österreichischen Wein verdient gemacht haben. Die Wahl fiel heuer auf Barbara van Melle. Als Journalistin, Autorin und Kulinarikexpertin setzt sie sich seit vielen Jahren für handwerklich erzeugte Lebensmittel, regionale Produzent*innen und die österreichische Genusskultur ein. Besonders prägend war ihr Engagement für den Wiener Gemischten Satz: Als Pionierin der Slow-Food-Bewegung in Österreich begleitete sie dessen Aufnahme in das internationale Slow-Food-Förderprogramm „Presidio“ und machte damit auf seine kulturelle Bedeutung, die gelebte Biodiversität im Weingarten sowie die Arbeit der Wiener Winzer*innen aufmerksam. Mit ihrer Arbeit hat sie wesentlich dazu beigetragen, das Bewusstsein für Herkunft, Qualität und kulinarisches Handwerk zu stärken.
„Barbara van Melle versteht es wie kaum eine andere, Genuss, Handwerk und Herkunft miteinander zu verbinden. Mit ihrer Arbeit hat sie dazu beigetragen, die Geschichte, die Vielfalt und die Qualität des österreichischen Weins, im Speziellen des Wiener Gemischten Satzes, einem breiten Publikum näherzubringen und seine Bedeutung weit über die Landesgrenzen hinaus sichtbar zu machen“, würdigte der Wiener Weinbaupräsident Norbert Walter das langjährige Engagement der Preisträgerin in seiner Laudatio.
Unter großem Applaus nahm Van Melle die Auszeichnung entgegen, bevor Dompfarrer Toni Faber den Bundeswein 2026 offiziell auf den von Barbara van Melle gewählten Namen „Leib und Seele“ taufte.
Dank für 32 Jahre im Dienst des österreichischen Weinbaus
Einen besonders emotionalen Moment erlebte der Abend bei der Würdigung von Josef Glatt. Nach 32 Jahren als Direktor des Österreichischen Weinbauverbands verabschiedete er sich mit Ende Oktober in den Ruhestand.
Zahlreiche Wegbegleiter*innen nutzten die Gelegenheit, um Glatt für seinen jahrzehntelangen Einsatz für den österreichischen Weinbau zu danken. In seiner außergewöhnlich langen Amtszeit begleitete und prägte er maßgeblich die Entwicklung des österreichischen Weinbaus und dessen internationale Etablierung als Herkunft hochwertiger Qualitätsweine.
„32 Jahre lang hat Josef Glatt den österreichischen Weinbau nicht nur begleitet, sondern mit großer Leidenschaft, Weitblick und persönlichem Einsatz entscheidend geprägt. Er hat sich für die Anliegen unserer Winzerinnen und Winzer stets starkgemacht, Menschen zusammengebracht und wichtige Weichen für die erfolgreiche Entwicklung unserer Weinwirtschaft gestellt. Mit seiner fachlichen Kompetenz und seiner verbindenden Art war er ein verlässlicher Ansprechpartner und geschätzter Wegbegleiter. Für seinen unermüdlichen Einsatz und die persönlichen Verdienste um den österreichischen Weinbau gebühren Josef Glatt unser aufrichtiger Dank und unsere höchste Anerkennung“, hob Bundesminister Norbert Totschnig das langjährige Engagement von Glatt in seiner Laudatio hervor.
Treffpunkt der österreichischen Weinbranche
Die Bundesweintaufe zählt zu den wichtigsten gesellschaftlichen Veranstaltungen der heimischen Weinwirtschaft. Neben der feierlichen Weintaufe bot der Abend Raum für Begegnungen, Gespräche und den Austausch über aktuelle Entwicklungen im österreichischen Weinbau.
„Österreichischer Wein genießt weit über unsere Landesgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf. Er steht für Qualität, Herkunft und eine lebendige Weinkultur, die unsere Regionen prägt und weit über den Weinbau hinaus Bedeutung hat. Die Bundesweintaufe ist jedes Jahr ein besonderer Anlass, diese Vielfalt und unsere Weintradition zu feiern und den neuen Jahrgang gebührend willkommen zu heißen“, betonte Schmuckenschlager. (Schluss)
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