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01.02.2010

"Die Markierung": Vor 50 Jahren erschien die erste Ausgabe des AIZ

Ein halbes Jahrhundert Redaktionsgeschichte geprägt von Wandel, Innovation und Stabilität

Wien, 1. Februar 2010 (aiz.info). - Heute vor 50 Jahren, am 01.02.1960, erschien unter dem Titel "Die Markierung" die erste Ausgabe des Pressedienstes AIZ - Agrarisches Informationszentrum. Das AIZ veröffentlichte in dem halben Jahrhundert seines Bestehens 12.441 Ausgaben des täglich, Montag bis Freitag, erscheinenden Print-Pressedienstes und mittlerweile E-Mail-Newsletters. Seit 01.01.2000 erscheint das AIZ auf www.aiz.info online und seither gingen 29.832 Meldungen ans Netz. Der Presse- und Informationsdienst aiz.info versteht sich als unabhängige Informationsplattform der österreichischen Landwirtschaft. Als schnellstes österreichisches Agrarmedium produziert aiz.info national und international relevante Information für und über die Landwirtschaft. Zu den Nutzern zählen Medien - allgemeine und fachspezifische -, Entscheidungsträger in Politik, Interessenvertretung, Verwaltung und Wirtschaft sowie Landwirte. In Anspielung auf die Ähnlichkeit seiner Funktion für das Agrarwesen mit jener der nationalen österreichischen Presseagentur im allgemeinen Medienwesen wird das AIZ vielerorts als "Grüne APA" bezeichnet.

Die Berichterstattung spiegelte einen rasanten gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Wandel in der Landwirtschaft wider: einen einschneidenden Strukturwandel in der Land- und Forstwirtschaft, Veränderungen in der innenpolitischen Ausrichtung der Agrarpolitik in Österreich, den Beitritt Österreichs zur EU mit einer grundlegenden Neugestaltung der Agrarmärkte sowie die folgenden Agrarreformen in der EU und die Osterweiterung der Europäischen Union.

Stete Weiterentwicklung des Pressedienstes AIZ

Dieser Wandel sowie die wachsende Bedeutung des freien Spiels des Marktes und der Bedarf nach immer rascherer Information spiegeln sich auch in der steten Weiterentwicklung des Mediums AIZ wider. In diesem auch für die wirtschaftliche Entwicklung des AIZ wechselhaften und oft schwierigen Geschichtsabschnitt gelang es dem AIZ dank Innovation und des Interesses seiner Herausgeber und Kunden, seinen Bestand zu erhalten und seine Position zu festigen. Als wichtige Innovationsschritte bleiben die Rationalisierung der Printproduktion durch EDV, die Umstellung vom Print- zum Onlinedienst, die Internationalisierung der Berichterstattung im Vorfeld des EU-Beitritts sowie die jüngste Schwerpunktsetzung auf Marktinformation in Erinnerung.

Die Berichterstattung des AIZ umspannt heute Agrarpolitik und Märkte, Agrarwirtschaft, Betriebsmittel, Lebensmittel, Messen, Handel und Verarbeitung, Umwelt, Wissenschaft und Chronik. Neben der Wiener Redaktion tragen Korrespondenten in Brüssel (EU- und WTO-Themen), Berlin (Mittel- und Osteuropa) und Bonn (Deutschland und Ozeanien) sowie in einigen Bundesländern zur Aufbringung der Meldungen bei.

Medieninhaber, Herausgeber und Betreiber ist der Verein Agrarisches Informationszentrum (AIZ), der sich am 15.01.1959 konstituierte. Ihm gehören an: Landwirtschaftskammer Österreich, Österreichischer Bauernbund, Österreichischer Raiffeisenverband, Land&Forst Betriebe Österreich, Landwirtschaftskammer Niederösterreich, Niederösterreichischer Bauernbund, Landwirtschaftskammer Oberösterreich, Steirischer Bauernbund, Landwirtschaftskammer Burgenland, Landwirtschaftskammer Vorarlberg, Oberösterreichischer Bauern- und Nebenerwerbsbauernbund, Tiroler Bauernbund und Börse für Landwirtschaftliche Produkte in Wien.

Neben dem Wandel auch Kontinuität und Stabilität

Neben Wandel und Innovation ist die 50-jährige Geschichte des AIZ-Pressedienstes auch von Kontinuität und Stabilität gekennzeichnet. Nach dem Gründungsobmann Josef Kraus, dem ersten Landwirtschaftsminister der Zweiten Republik, lenkten jeweils über viele Jahre als Obmänner die Geschicke des AIZ Raiffeisen-Generalanwalt Rudolf Rasser (1966-1981) sowie danach die Generalsekretäre der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern (heute: Landwirtschaftskammer Österreich) Ernst Brandstätter (1981-1991), Alfred Fahrnberger (1991-1996) und seit 1996 August Astl. Die Geschäftsführung liegt seit 1985 bei Karl Guschlbauer, Generalsekretär-Stv. der Landwirtschaftskammer Österreich, er folgte dem Generaldirektor des Agrarverlages Josef Enigl (1972-1985) und dem Sekretär des Österreichischen Bauernbundes Anton Seisser, der die Geschäfte in der Gründungsphase führte.

Als Chefredakteure zeichneten bis jetzt drei Personen verantwortlich für die Inhalte des AIZ: 1960 bis 1985 Heinrich Hilpert, 1985 bis 1990 Klaus Höglinger und seit 1990 Christian Posekany. Der Redaktion gehören zurzeit weiters der ebenfalls langjährige Mitarbeiter Franz Kamleitner sowie Claudia Jung-Leithner und Martina Wolf sowie Korrespondenten an. Das Redaktionssekretariat sowie die Verwaltung betreuen Gabriele Hummel und Regina Wölk. Dem engagierten Redaktionsteam gelang es dabei in diesen 50 Jahren dank seiner Kompetenz, den Meldungen des AIZ in der Land- und Forstwirtschaft und weit darüber hinaus Glaubwürdigkeit zu verleihen. Dies schlug sich auch in etlichen Auszeichnungen für das Redaktionsteam nieder. So wurden aus dem aktuellen Team unter anderem Posekany (2000) und Kamleitner (2008) mit dem Eduard Hartmann-Preis ausgezeichnet oder Jung-Leithner und Wolf mit der Josef Steiniger-Urkunde. 2009 ehrte die Landwirtschaftskammer Niederösterreich Posekany mit der NÖ Kammermedaille. (Schluss) - APA OTS 2010-02-01/13:58

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