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09.04.2021

Weltmilchmarkt: GDT-Index auf hohem Niveau stabilisiert

Notierungen überwiegend im Plus - Vollmilchpulver unverändert

Auckland, 9. April 2021 (aiz.info). - Nachdem an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) der steile Anstieg der Notierungen Mitte März gestoppt wurde, konnte der Gesamtindex diese Woche wieder leicht zulegen. Konkret erhöhte sich der GDT-Index, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Milchprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, gegenüber dem vorherigen Event um 0,3%. Mit Ausnahme von Laktose konnten die Notierungen für die gehandelten Produkte weiter zulegen oder blieben wie im Fall von Vollmilchpulver zumindest unverändert.

Der Index für wasserfreies Milchfett (Butteröl) erhöhte sich beim jüngsten GDT-Event im Durchschnitt aller Kontrakte um 0,8% auf 6.209 USD/t. Bei Butter ergab sich ein Anstieg um 2% auf 5.776 USD/t und bei Buttermilchpulver sogar ein Plus von 17,6% auf 3.710 USD/t. Während auch die Kurse für Cheddar-Käse im Schnitt um 2,2% auf 4.393 USD/t zulegen konnten, verzeichnete Laktose mit 1.307 USD/t ein Minus von 6,5%.

Vollmilchpulver-Notierung unverändert

Stabil tendierten bei der jüngsten GDT-Auktion die Milchpulver-Kurse. Der Index für Magermilchpulver konnte sich um 0,6% auf 3.367 USD/t verbessern. Die Notierung für Vollmilchpulver - das umsatzstärkste Produkt dieser Auktion – blieb mit einem mittleren Wert von 4.085 USD/t unverändert. Der GDT-Index von Vollmilchpulver verzeichnet damit immer noch den höchsten Wert seit fünf Jahren.

In Summe wurden beim jüngsten GDT-Event Molkereiprodukte im Umfang von 25.104 t verkauft, damit lag die Menge unter dem Niveau der vorhergehenden Auktion (26.872 t). Die Zahl der teilnehmenden Bieter erhöhte sich leicht von 161 auf 169.

Analysten sehen anhaltend gute Nachfrage am globalen Milchmarkt

Die internationalen Analysten werten die Ergebnisse der jüngsten GDT-Auktion als Zeichen für eine stabile Situation am globalen Milchmarkt. Emma Higgins von RaboResearch verweist darauf, dass das Angebot gegenüber dem vorherigen Event - dem saisonalen Verlauf folgend - zwar geringer ausfiel, im Vergleich mit dem Vorjahr sei aber um 27% mehr Vollmilch- und um 20% mehr Magermilchpulver angeboten worden. Dennoch seien die Notierungen stabil geblieben. Marktbeobachter orten weiterhin eine gute Nachfrage aus dem nordasiatischen Raum, insbesondere aus China. (Schluss) kam