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06.06.2019

Umfrage: Regionalität unter Top drei bei Kaufentscheidungen in Oberösterreich

Verbraucher wollen klarere Kennzeichnung regionaler Lebensmittel in Gastronomie

Linz, 6. Juni 2019 (aiz.info). - Um die regionale Wertschöpfung im Bundesland Oberösterreich zu stärken sowie die Besonderheiten und Bedürfnisse der regionalen Gastlichkeit in Oberösterreich zu beleuchten und diese bestmöglich zu fördern, haben die Unternehmen Spitz, Gmundner Milch und Zipfer die Initiative "iss-dahoam.jetzt" (www.iss-dahoam.jetzt) ins Leben gerufen. In Kooperation mit Marketagent.com wurde im Frühjahr die Bedeutung von Regionalität in Gastronomie und Handel unter die Lupe genommen. Neben dem Preis-Leistungs-Verhältnis und der Qualität zählt Regionalität nicht nur zu den wichtigsten Kriterien beim Einkauf, sondern avanciert auch in der Gastronomie mehr und mehr zum Gästemagnet. Nachholbedarf besteht jedoch, so bemängeln viele Oberösterreicher, bei der Kennzeichnung der Zutaten. Insgesamt wurden 368 Bürger zwischen 14 und 69 Jahren zu ihren Konsumvorlieben sowie ihren Einstellungen zu regionalen Produkten im Handel und der Gastronomie befragt.

61,4% der befragten Oberösterreicher gaben an, dass ein "gutes Preis-Leistungs-Verhältnis" entscheidend für den Einkauf ist, gefolgt von "hoher Qualität" (53,8%) und "regionaler Herkunft" (44,3%).

Bei Eiern, Fleisch und Wurstwaren ist regional oft ein Muss

Insbesondere bei Eiern wird großer Wert auf Regionalität gelegt - ganze 83,4% der Befragten gaben dies im Rahmen der Online-Befragung an. Auf dem zweiten Stockerlplatz liegen Fleisch und Wurstwaren (82,3%), gefolgt von Obst und Gemüse (81,5%). "Die Gründe, Erzeugnisse aus der Region zu bevorzugen, sind vielfältig", weiß Spitz-Geschäftsführer Walter Scherb jun. "Einem sehr großen Teil der Probanden geht es darum, heimische Betriebe zu fördern, aber auch Umweltbewusstsein, die Unterstützung kleiner Unternehmen, die Frische und die höhere Qualität spielen eine wesentliche Rolle."

Gründe, die laut der Studie gegen regionale Lebensmittel sprechen sind, dass "nicht alle Produkte regional hergestellt werden können" (67,4%), sie "zu teuer" (44%) oder "nicht ausreichend verfügbar" (31,8%) sind.

Möglich: Verbindliche Herkunftskennzeichnung

Die Studie zeigt jedoch auch: Regionalität hat in der Gastronomie einen geringeren Stellenwert als beim Einkauf. Während 72% der Oberösterreicher im LEH bereit sind, für regionale Lebensmittel tiefer in die Tasche zu greifen, wären es beim Restaurantbesuch nur 62,8%. Knapp 60% bemängeln, dass in der Gastronomie "eher nicht" oder "überhaupt nicht ausreichend" auf die Herkunft der verwendeten Produkte hingewiesen wird.

Hier besteht Handlungsbedarf, betont auch Agrarlandesrat Max Hiegelsberger: "Vor allem bei verarbeiteten Produkten mangelt es immer noch an einer ausreichenden Kennzeichnung. Daher setze ich mich für die Einführung einer verbindlichen Herkunftsauslobung bei der jeweiligen Hauptzutat ein. Das gebietet die Fairness unseren landwirtschaftlichen Produzenten, aber auch den Konsumenten gegenüber."

"Ziel ist es, in der Gastronomie das Bewusstsein für regionale Lebensmittel weiter zu stärken und heimische Spezialitäten nachhaltig zu verankern. Restaurants, Hotels und vor allem Wirtshäuser sind Zentren des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens. Genau dorthin gehören auch regionale Lebensmittel, sie sind ein starkes Zeichen der Verbundenheit mit der Region und der Landwirtschaft vor Ort", so der Landesrat. (Schluss)

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