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12.05.2022

UNO rief am 12. Mai ersten Internationalen Tag der Pflanzengesundheit aus

Pflanzengesundheit verringert Hunger sowie Armut und schützt Vielfalt sowie Umwelt

Wien, 12. Mai 2022 (aiz.info). - Das Landwirtschaftsministerium weist auf den von den Vereinten Nationen (UNO) am 12. Mai ausgerufenen ersten Internationalen Tag der Pflanzengesundheit "Protecting plants, protecting life" hin. Der Tag folgt auf das Internationale Jahr der Pflanzengesundheit 2020. Dieser Tag der Pflanzengesundheit hat das Ziel, weltweit das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie der Schutz der Pflanzengesundheit dazu beitragen kann, die Hungersnot zu beenden, die Armut zu verringern, die biologische Vielfalt sowie die Umwelt zu schützen und die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.

Gesunde Pflanzen bilden die Grundlage für alles Leben auf der Erde sowie für die Funktionen des Ökosystems, die Lebensmittelsicherheit und die Ernährung. Rund 80% der Nahrung und rund 98% des Sauerstoffs aus der Luft stammen aus pflanzlichen Quellen. Jedoch ist die Pflanzengesundheit zunehmend bedroht. Die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO schätzt, dass jährlich bis zu 40% der Nahrungsmittelernten durch Pflanzenschädlinge und -krankheiten verloren gehen. Einerseits verändern der Klimawandel und die menschlichen Aktivitäten bestehende Ökosysteme, was die Artenvielfalt verringert und neue Nischen für exotische Schädlinge ermöglicht. Andererseits begünstigt der internationale Handels- und Reiseverkehr, der sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht hat, die Verbreitung von Pflanzenschädlingen und -nkrankheiten.

Durch pflanzengesundheitliche Maßnahmen gegen die Ein- und Verschleppung von gefährlichen Schaderregern wird versucht, dieser Bedrohung entgegenzuwirken. In der europäischen Union basieren Schutzmaßnahmen auf der behördlichen Überwachung der Verbringung von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen. Dabei gilt, dass vorbeugende pflanzengesundheitliche Maßnahmen weitaus kostengünstiger und effektiver sind als Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, wenn sich gebietsfremde Schädlinge bereits etabliert und erhebliche Schäden verursacht haben.

Amtlicher österreichischer Pflanzenschutzdienst - Importbestimmungen beachten

In Österreich wird die Pflanzengesundheit durch den amtlichen österreichischen Pflanzenschutzdienst überwacht und sichergestellt. Durch eine Reihe von Maßnahmen wie phytosanitäre Export- und Importkontrollen, Laboruntersuchungen, Überwachung und Bekämpfung wird die Verschleppung von Pflanzenschädlingen und Pflanzenkrankheiten verhindert. Jeder Einzelne kann dazu beitragen, die österreichische Land- und Forstwirtschaft frei von Pflanzenschädlingen und -krankheiten zu halten, indem er die Einfuhrbestimmungen für Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse bei der Einreise aus einem Drittland nach Österreich beachtet. Pflanzen und frische pflanzliche Produkte aus Nicht-EU-Ländern (Ausnahme Schweiz und Liechtenstein) benötigen ein Pflanzengesundheitszeugnis und müssen bei der EU-Erstankunft angemeldet und kontrolliert werden. Ausnahmen für kleine Mengen von pflanzlichen Mitbringseln gibt es nicht. (Schluss)
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