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12.10.2017

Titschenbacher: Verarbeitete Lebensmittel mit Eiern müssen gekennzeichnet werden

Verbraucher tappen bei Fertig- und Halbfertigprodukten hinsichtlich der Eiherkunft im Dunklen

Graz, 12. Oktober 2017 (aiz.info). - 84% der Österreicher erwarten sich, dass bei verarbeiteten Lebensmitteln mit Eiern wie beispielsweise Nudeln, Kuchen, Backerbsen, Fertigsuppen oder Kaiserschmarrn Herkunft und Haltungsform auf der Verpackung stehen (https://marketagent.com/). "Die Realität schaut aber anders aus: Während Frischeier vom Supermarkt bis zum Bauernhof sicher nachvollziehbar sind, tappen die Konsumenten bei verarbeiteten Lebensmitteln mit Eianteil weitgehend im Dunkeln", kritisiert der steirische Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher. Um den Verbrauchern hinsichtlich Qualität und Tierwohl Sicherheit zu geben, verlangt er, dass verarbeitete Lebensmittel mit Eianteil ebenso, wie Eier auf den Speisekarten von Großküchen, der Gastronomie und Hotellerie gekennzeichnet werden.

Österreich importiert jährlich 253 Mio. illegale Käfigeier

Österreich importiert jährlich 253 Mio. Eier, die überwiegend aus illegalen Tierleid-Käfighaltungen der EU, der Ukraine, aus Singapur, Indien, Nord- und Südamerika stammen. Täglich sind das rund 700.000 Eier, die weitgehend in Halbfertig- und Fertigprodukten als Zutaten sowie teils auch als Frühstückseier in der Gastronomie landen. Europaweit werden trotz Käfigverbots nach wie vor rund 55% der Legehennen in illegalen Käfigen gehalten, obwohl seit 2012 europaweites Käfigverbot gilt. Weltweit sind es sogar 90%.

Heimische Eier sind sicher

Hinsichtlich Tierwohl und Tierschutz sind die Steiermark und Österreich ein weltweites Vorzeigeland. Die heimischen Eierbauern produzieren bereits seit langem zu den strengsten Tierschutz- und Umweltauflagen Europas. "Die hohen Qualitätsvorgaben mit dem AMA-Gütesiegel wie auch dem Tiergesundheitsprogramm, der Transparenz durch die Einzeleikennzeichnung und der Rückverfolgbarkeit sowie ein kontinuierliches, unabhängiges Kontrollsystem bieten den Konsumenten größtmögliche Sicherheit beim Verzehr heimischer Frischeier", unterstreicht Mark-Anton Uitz, Obmann der steierischen Geflügelhalter.

Vorteile der heimischen Eier

"Wer heimische Eier kauft, unterstützt nicht nur die regionale Landwirtschaft, sondern leistet auch einen aktiven Beitrag zum Tierwohl und zum Klimaschutz", unterstreicht Uitz. Die Vorteile von heimischen Eiern sind vielfältig: dazu zählen die Gentechnikfreie Fütterung mit Soja aus Europa, die Frischei-Kennzeichnung - Rückverfolgbarkeit vom Regal bis zum Bauernhof -, die bundesweite Eierdatenbank, um Warenströme kontrollieren zu können und nachvollziehbar zu machen, ein hoher Bioeianteil in der Steiermark (11%, sowie 29% Freiland- und 60% Bodenhaltungsanteil), kleine Herdengrößen, weniger Hennen pro Quadratmeter Stallfläche und schließlich auch der freiwillige Verzicht der heimischen Legehennenhalter auf das Schnabelstutzen, was EU-weit einzigartig ist. (Schluss) - APA OTS 2017-10-12/10:43

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