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14.08.2015

Russland dehnt Lebensmittel-Embargo auf fünf weitere Länder aus

Staaten gelten als EU-Sympathisanten

Moskau, 14. August 2015 (aiz.info). - Russland hat sein Importverbot für zahlreiche Agrar- und Nahrungsgüter auf weitere fünf europäische Länder ausgeweitet. Ab sofort gilt das Embargo nun auch für Albanien, Montenegro, Island, und Liechtenstein. Für die Ukraine soll der Importstopp erst nach der Umsetzung des wirtschaftlichen Teils des Assoziierungsabkommens mit der EU sowie mit der von Russland angekündigten zeitgleichen Abschaffung der Zollfreiheit im bilateralen Handel - jedoch spätestens am 1. Jänner 2016 in Kraft treten, geht aus einer gestern in Moskau veröffentlichten Regierungsverordnung hervor. Die Handelseinschränkungen sind eine Reaktion auf die von der EU verlängerten Wirtschaftssanktionen gegen Russland bis Juni 2016, denen sich die fünf Länder neulich angeschlossen haben, erklärte der russische Regierungspressedienst. Mit dem Importverbot hatte Russland im August 2014 auf die Wirtschaftssanktionen geantwortet, die zuvor von westlichen Ländern wegen seiner Ukraine-Politik verhängt worden waren. Ende Juni hat auch Moskau das Embargo für mehrere Lebensmittelgruppen aus der EU sowie den USA, Kanada, Australien und Norwegen um ein weiteres Jahr, bis zum 5. August 2016 verlängert. (Schluss) pom
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