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16.09.2020

Produzentenhandbuch "Wie's Innviertel schmeckt" vorgestellt

Hiegelsberger: Wichtige Maßnahme zum Vertrauensaufbau zwischen Erzeuger und Konsument

Obernberg, 16. September 2020 (aiz.info). - Direkt vermarktete Lebensmittel liegen im Trend. Nicht erst seit dem Corona-Lockdown, aber natürlich hat diese Ausnahmesituation die Eigenversorgung mit Lebensmitteln besonders in den Fokus gerückt. Die Oberösterreicher bemühen sich vermehrt darum, ihren Tisch mit Produkten aus der Umgebung zu decken. Dabei hilft ihnen nun ein neues Direktvermarkter-Handbuch "Wie's Innviertel schmeckt", das der gleichnamige Verein als Teil seines LEADER-Projekts "Direktvermarktung Innviertel - Gemeinsam Wertschöpfen" herausgebracht hat.

Darin sind rund 180 bäuerliche Betriebe und mehr als 2.500 Produkte in den Bezirken Braunau, Ried und Schärding zusammengefasst sowie alphabetisch nach Region gereiht. Eine Indexsuche nach Produktkategorien und Produzentennamen ermöglicht zudem eine einfache Suche, ebenso wie eine Lagekarte der Betriebe im Bezirk. Etwa 40% der angeführten Betriebe wirtschaften biologisch. Fast alle verkaufen ab Hof; jeder 5. Betrieb bietet seine Produkte auch über einen eigenen Hofladen an, nur wenige verfügen über einen Online-Shop.

"Projekte wie dieses leisten einen großen Beitrag zum Vertrauensaufbau zwischen Landwirtschaft und Bevölkerung. Dadurch entsteht ein direkter Kontakt, die bäuerliche Produktion tritt aus der Anonymität heraus. Schlussendlich ist es die Anerkennung sowie die Wertschätzung für die Landwirte und auch das gegenseitige Vertrauen, die unsere Branche voranbringt. Das Direktvermarkter-Handbuch ist ein maßgeblicher Schritt dahin. Hier findet sich das Innviertel in all seiner Vielfalt, mit den regionalen Besonderheiten und Genüssen", so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Die nächsten Projektschritte liegen in der Erschließung und Bearbeitung (neuer) Marktzugänge. Vor allem das Thema "öffentliche Küchen und Kantinen" soll mithilfe des Direktvermarkter-Handbuches bespielt werden. Schließlich kommt dem Thema "Regionalität" auch touristisch eine bedeutende Rolle zu. (Schluss)

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