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08.11.2019

Patek: Öffentliche Beschaffung geht mit nachhaltigem Beispiel voran

Österreichischer Aktionstag: Neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausgelotet

Wien, 8. November 2019 (aiz.info). - "Der Einkauf regionaler Produkte mit kurzen Transportwegen ist ein essenzieller Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Umso wichtiger ist es, dass die öffentliche Beschaffung mit gutem und nachhaltigem Beispiel vorangeht", betont Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek anlässlich des gestrigen Österreichischen Aktionstages "Nachhaltige Lebensmittel und Gemeinschaftsverpflegung" in St. Pölten, zu dem das BMNT, das Land Niederösterreich und die Bundesbeschaffungs GmbH rund 200 Experten, Lieferanten, Produzenten, Einkaufs- und Küchenverantwortliche, Auszubildende und Lehrende im Sinne eines gemeinsamen Schulterschlusses eingeladen haben.

"Der Österreichische Aktionsplan für nachhaltige öffentliche Beschaffung ist die gemeinsame Basis, auf die sich Bund, Länder und die Bundesbeschaffungs GmbH verständigt haben. Dieser Aktionstag ist die richtige Gelegenheit, um neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit langfristigen Kooperationen zwischen Produzenten, Lieferanten und den öffentlichen Einkäufern den Bedarf nach nachhaltigen Produkten decken können", so die Ministerin. "Unser aller Ziel muss sein, dass künftige Ausschreibungen noch stärker auf Prinzipien der Nachhaltigkeit ausgerichtet werden und dass wir gemeinsam an einem Strang ziehen, um den Konsumenten in der Gemeinschaftsverpflegung bestmögliche Qualität zu bieten."

Gerhard Karner, Zweiter NÖ Landtagspräsident, bestätigt die Wichtigkeit des Aktionsplans für sein Bundesland wie auch die Schlüsselrolle von Regionen und Gemeinden im nachhaltigen Einkauf. Niederösterreich hat mittlerweile vielfältige Initiativen gesetzt. "Gemeinsamer Einkauf hat großes Potenzial, um weitere wichtige Impulse für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt zu setzen", resümiert Karner.

Der Aktionstag bot ein breites Themenspektrum, von Keynotes über Ernährungstrends und Mythen im Lebensmittelbereich bis zu Arbeitsgruppen über Regionalität, Digitalisierung bei Vermarktung und Optimierung im Küchenbetrieb. Ein weiteres Highlight war die Auszeichnung von vier vorbildlichen Pflegeheimen für ihre Beiträge zur abfallarmen Großküche durch den Geschäftsführer der Umweltverbände, Anton Kasser.

Bund, Länder und BBG nehmen ihre umwelt- und gesundheitspolitische Verantwortung in der Gemeinschaftsverpflegung bereits wahr. Ziel ist, weitere Schritte zu setzen und noch mehr Akteure an Bord zu holen, damit künftige Ausschreibungen noch stärker an den Prinzipien der Nachhaltigkeit ausgerichtet werden. 600.000 Mahlzeiten werden täglich in Mensen, Krankenhäusern, Seniorenhäusern, Schulen und Kantinen ausgegeben - diese Menge birgt großes Potenzial für eine nachhaltige öffentliche Beschaffung und die Reduzierung des heimischen CO2-Fußabdrucks. Gleichzeitig wird auch eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten notwendig sein. Regionale, hochwertige Lebensmittel mit etwas weniger Fleisch und mehr Gemüse sollen auf dem Teller und nicht im Abfall landen. (Schluss)

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