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14.06.2018

Niederösterreichs Bäuerinnen und Bauern sind so wissbegierig wie noch nie

2017 wurden mit rund 3.600 Veranstaltungen mehr als 100.000 Personen erreicht

St. Pölten, 14. Juni 2018 (aiz.info). - Jede Bäuerin und jeder Bauer in Niederösterreich investiert im Schnitt ganze zwei Arbeitstage im Jahr für Weiterbildung. So haben 2017 im Premiumsegment des Ländlichen Fortbildungsinstituts Niederösterreich (LFI NÖ) - den Zertifikatslehrgängen - 232 Absolventen erfolgreich abgeschlossen. Alleine im Vorjahr wurden neben den Zertifikatslehrgängen insgesamt 3.641 Bildungsveranstaltungen mit rund 107.000 Teilnehmern durchgeführt. Derzeit liegen besonders E-Learning-Kurse im Trend. 2017 wurden 21 angeboten, mit steigender Tendenz.

Im Rahmen einer Festveranstaltung in der Landwirtschaftskammer (LK) Niederösterreich erhielten am 12. Juni 2018 weitere 232 Absolvent(inn)en der LFI-Zertifikatslehrgänge ihre Abschlussurkunden. "Es ist nicht einfach, sich trotz des anspruchsvollen Arbeitsalltags am Hof Zeit für Bildung zu nehmen. Doch sie macht sich bezahlt. Diejenigen mit der besten Bildung sind auch die erfolgreichsten am Betrieb. Immer neue Technologien, Förderprogramme oder auch Rechtsvorschriften machen es notwendig, in Sachen Bildung immer am Puls der Zeit zu sein und von Erfahrungen anderer zu profitieren", erklärt LK-Vizepräsidentin Theresia Meier.

2017 hat das LFI gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern 3.641 Veranstaltungen durchgeführt und damit rund 107.000 Personen erreicht. "Die Bildungsangebote des LFI bringen unseren Bäuerinnen und Bauern den Wissensvorsprung, den man heute braucht, um der Gesellschaft das Beste bieten zu können. Für betriebliche Weiterentwicklung und innovative Ideen ist das richtige Know-how die Basis, um damit auch in Zukunft Erfolg zu haben. Dabei versuchen wir ein möglichst breites Spektrum in höchster Qualität anzubieten, um für jeden Geschmack das Richtige im Angebot zu haben", erklärt LFI-Landesobmann Andreas Ehrenbrandtner. Er ist erfreut, dass sich die Angebote des Ländlichen Fortbildungsinstitutes auch bei Nicht-Landwirten immer größerer Beliebtheit erfreuen. Denn bei Lehrgängen zu Natur- und Umweltthemen kommen nicht nur Bäuerinnen und Bauern auf ihre Kosten, sondern alle, die daran interessiert sind.

LFI-Zertifikatslehrgänge bieten Qualität und Vielfalt

LFI-Zertifikatslehrgänge sind bundesweit geregelte, qualitativ anspruchsvolle Bildungsmaßnahmen in der Erwachsenenbildung. Zielgruppe sind Bäuerinnen und Bauern, die in einem bestimmten Betriebszweig - wie zum Beispiel Direktvermarktung, Bio-Weinbau oder Urlaub am Bauernhof - Kenntnisse erwerben oder vertiefen wollen. Es besuchen aber auch andere an Natur- und Umweltthemen interessierte Personen Lehrgänge, wie beispielsweise zum Thema Kräuterpädagogik. Je nach Lehrgang beträgt die Dauer zwischen 80 und 160 Stunden. Nach erfolgreich abgelegter Abschlussarbeit inklusive Prüfung und einer Mindestanwesenheit von 80% erhalten die Teilnehmer ihr Zertifikat. Die Drop-out-Rate bei LFI-Kursen ist im Übrigen sehr niedrig. Etwa 95% der Teilnehmer, die einen Zertifikatslehrgang beginnen, schließen diesen auch ab. Das bestätigt, dass den Besuchern angeboten wird, was sie erwartet haben. Es werden auch laufend weitere Lehrgänge entwickelt, die auf die Ansprüche der Bevölkerung im ländlichen Raum abgestimmt sind.

Hintergrundinformationen zum LFI NÖ

Das Ländliche Fortbildungsinstitut ist die Bildungseinrichtung der Landwirtschaftskammer (www.lfi-noe.at) und wurde 1972 gegründet. Seit 1997 besteht sie in der Rechtsform eines Vereines. In Kooperation mit Partnerorganisationen, wie Land-Impulse, Bio-Austria und anderen, wird jährlich ein umfangreiches und vielfältiges Bildungsprogramm für möglichst alle Sparten in der Land- und Forstwirtschaft erstellt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Angebote für Konsumenten und Interessierte an Natur- und Umweltthemen. Die Bildungsangebote erstrecken sich von kürzeren Fachvorträgen und Seminaren bis hin zu mehrtägigen Zertifikatslehrgängen. Das Bildungsprogramm erscheint jährlich im Herbst. (Schluss)

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