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17.08.2022

Neue Broschüre über nichtheimische Baumarten in der Stadt

Invasive Arten können heimische verdrängen

Wien, 17. August 2022 (aiz.info). - In einer neuen Broschüre werden rund 50 nichtheimische Baumarten portraitiert sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf Stadtbäume und ihre Trockenresistenz skizziert. Entstanden ist die Broschüre im Rahmen des internationalen Projektes "Alptrees" unter der Leitung des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW) mit Sitz in Wien. Durch die Schnellwüchsigkeit von nichtheimischen Baumarten können diese vereinzelt die heimischen Bäume verdrängen. Im Hinblick auf das Baumartenmanagement ist es bedeutend, dass jede Stadt ihre eigene Strategie und ihren eigenen Umsetzungsplan für die grüne Infrastruktur hat, betont das BFW. In der Broschüre werden Fallbeispiele aus Trient, Klagenfurt, Maribor, Freiburg und Preddvor vorgestellt.

Bäume und Grünflächen mitten in der Stadt sind nicht nur ästhetisch wunderschön, sie senken unter anderem in der Stadt die Temperatur ab, schützen vor Überschwemmungen und speichern CO2. Häufig kommen hierbei auch nichtheimische Baumarten zum Einsatz, die durch ihre besondere Optik oder höhere Toleranz gegenüber Schadstoffen oder Streusalz eine Ergänzung zu heimischen Arten darstellt. Doch neben den vielen positiven Aspekten gibt es leider auch den Nachteil, dass sie wegen ihrer Schnellwüchsigkeit heimische Arten verdrängen können. Nur 5% aller nichtheimischen Baumarten sind invasiv. Die Invasivität ist in der Stadt besser kontrollierbar als beispielsweise im Wald, weil sie nicht so viel Platz für die Weiterverbreitung haben, so das BFW.

Die Broschüre kann auf der Website von "Alptrees" unter www.alpine-space.org/projects/alptrees/en/home heruntergeladen werden. (Schluss)
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