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14.06.2018

Nationalrat hat Novelle zum Pflanzenschutzgesetz beschlossen

Einfuhrbestimmungen zum Schutz vor Pflanzenschädlingen werden verschärft

Wien, 14. Juni 2018 (aiz.info). - Mit dem Beschluss der Novelle zum Pflanzenschutzgesetz durch den Nationalrat werden verschärfte Einfuhrbestimmungen, Einschränkungen bei den Ausfuhren sowie verbesserte Kontrollen und Anpassungen an den Klimawandel zum Schutz vor Pflanzenschädlingen gültig. "In Österreich haben wir strenge Kontrollen was den Pflanzenschutz betrifft. Deshalb ist es umso wichtiger, dass auch bei Einfuhren in die EU verstärkt überprüft wird", sprach sich Nationalratsabgeordneter Klaus Lindinger für eine Ausweitung der verpflichtenden Pflanzengesundheitszeugnisse aus. Mit diesen sei es möglich, sämtliche Handelsströme zwischen den Unternehmen zu kontrollieren.

Aber auch Maßnahmen in Bezug auf den Klimawandel seien notwendig. So wird das Bakterium Xylella fastidiosa - auch Feuerbakterium genannt - durch kleine Insekten (Zikaden) übertragen und kann bei vielen Nutzpflanzenarten verschiedenste Krankheiten auslösen. Es war ursprünglich ein in den USA verbreitetes Bakterium und wurde sehr wahrscheinlich durch infizierte Kaffeepflanzen nach Europa gebracht. Seit 2013 sind dem Feuerbakterium in Süditalien schon über 1 Mio. Olivenbäume zum Opfer gefallen. Rund 500.000 ha waren bis Ende 2017 infiziert und das Bakterium zieht jährlich weiter in den Norden und befällt nun auch Obstbäume und Rebstöcke. "Durch steigende Temperaturen und den Klimawandel könnte dieser Erreger in einigen Jahren auch die heimischen Nutzbäume befallen", warnte Lindinger.

"Deshalb sind die Maßnahmen in Bezug auf den Klimawandel unumgänglich. Die verstärkten Kontrollen und deren strengere Einfuhrvorschriften werden den heimischen Pflanzenschutz verbessern", ist der ÖVP-Politiker überzeugt. (Schluss)

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