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21.02.2020

Moosbrugger: Seuchen und Klimafolgen beeinflussen Bauerneinkommen

Landwirtschaftskammer: Bauern brauchen stabiles EU-Budget

Wien, 21. Februar 2020 (aiz.info). - "Das landwirtschaftliche Einkommen nahm laut zweiter Vorschätzung der landwirtschaftlichen Gesamtrechnung von Statistik Austria in Österreich im Vorjahr mit 2,2% moderat zu. Zwischen 2012 und 2019 gab es fünf Jahre mit einem Einkommensminus und nur drei mit einem Zuwachs. Darüber hinaus zeigt sich, dass der Hauptgrund für den Einkommenszuwachs des Vorjahres der nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Asien verstärkte Export von Schweinefleisch gewesen ist. Zieht man zudem noch mögliche negative Auswirkungen des Coronavirus auf künftige Agrarexporte in Betracht, wird klar, wie sprunghaft heute Märkte geworden sind. Außerdem verursachen wetterbedingte Ernteschwankungen als Folge des Klimawandels seit einigen Jahren intensive Markt- und Einkommensschwankungen. Daher bleibt für uns ein stabiles und verlässliches EU-Budget die Basis für erfolgreiches Wirtschaften", stellt Landwirtschaftskammer (LK) Österreich-Präsident Josef Moosbrugger fest.

Kampf gegen Klimawandel

"Wir müssen nun den Kampf gegen den Klimawandel massiv verstärken, um die dramatischen Folgen der Wetterkapriolen zu minimieren. In den laufenden Verhandlungen über das EU-Budget und die Reform der EU-Agrarpolitik verlangen wir verlässliche und planbare Ergebnisse. Nur eine ausreichende finanzielle Basis kann die bäuerlichen Existenzen mit all ihren Leistungen für die Gesellschaft absichern", so Moosbrugger, der in diesem Zusammenhang auch einen Appell an Handel und Verarbeitung richtet: "Wir brauchen gerechte Preise für unsere im internationalen Vergleich hochqualitativen heimischen Produkte. Auch die Konsumenten können mit ihrer Kaufentscheidung bewusst einer bestimmten Form der Landwirtschaft oder Region den Vorzug geben", erklärte Moosbrugger. (Schluss) - APA OTS 2020-02-21/11:32

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