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20.11.2020

Moosbrugger: Agrarbudget als finanzielle Basis für nachhaltige Agrarpolitik

Angesichts Corona: Versorgungssicherheit braucht budgetäre Stabilität

Wien, 20. November 2020 (aiz.info). - "Das Agrarbudget, das gestern Abend vom Nationalrat im Rahmen der Abstimmung über das Bundesfinanzgesetz 2021 beschlossen worden ist, bildet die unverzichtbare finanzielle Basis für die Bäuerinnen und Bauern. Durch diesen Beschluss wird die Kofinanzierung der GAP für gerade jene Bereiche garantiert, die besonders als Aushängeschild der heimischen Landwirtschaft gelten, nämlich für die sichere Versorgung der Bevölkerung, für den Biolandbau, die Bergbauern und für noch mehr Tierwohl. Darüber hinaus wird mit dem neu eingerichteten Waldfonds ein wirksames Investitionsinstrument geschaffen, das dem Wald und somit den Waldbäuerinnen und -bauern nach der durch den Klimawandel ausgelösten Borkenkäferkatastrophe wieder Zukunftsperspektiven gibt", betonte heute Landwirtschaftskammer (LK) Österreich-Präsident Josef Moosbrugger.

Corona-Hilfe sichert Versorgung

"Angesichts der Corona-Krise mit gesperrten Gastronomie- und Tourismusbetrieben geraten viele Absatzmärkte, vor allem im Vieh-, aber auch im Pflanzenbereich, enorm unter Druck. Die Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung sind unumgänglich, denn sie sichern die notwendige Stabilität für unsere Partner, vor allem im gastronomischen und im touristischen Bereich, für eine weitere Zusammenarbeit", stellte Moosbrugger fest. Er sprach sich auch für "rasche Unterstützungen für besonders betroffene Sparten in der Landwirtschaft" aus.

Waldfonds bietet akute Unterstützung

"Unser Dank gilt Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger dafür, dass sie mit der Einrichtung des neuen Waldfonds den Waldbäuerinnen und -bauern wieder Hoffnung gegeben hat. Hier werden Mittel von 158 Mio. Euro bereitgestellt. Der Fonds soll mithelfen, eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder, die vom Klimawandel und vom Borkenkäfer schwer in Mitleidenschaft gezogen worden sind, zu ermöglichen. Wenn die EU grünes Licht gibt - die Gespräche darüber laufen derzeit auf Brüsseler Ebene -, kann bereits im Jänner 2021 mit den ersten Auszahlungen gerechnet werden, hat Ministerin Köstinger angekündigt. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die geschädigten Wälder wieder so aufzubauen, dass sie trotz des geänderten Klimas alle ihre Funktionen, die Schutz-, die Erholungs- und die Nutzfunktion, voll erfüllen können", so Moosbrugger. (Schluss) - APA OTS 2020-11-20/08:54