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10.06.2016

Milchkrise: EU-Mitgliedstaaten fordern finanzielle Anreize für Produktionsrücknahme

Gipfeldiplomatie vor dem Agrarrat

Brüssel, 10. Juni 2016 (aiz.info). - Die Minister großer EU-Mitgliedstaaten verständigen sich auf gemeinsame Forderungen zur aktuellen Milchkrise und setzen die EU-Kommission unter Druck. Nach der "Erklärung von Warschau", deren zentraler Punkt freiwillige Mengenabsprachen zwischen Milcherzeugern sind, zieht nun auch der italienische Landwirtschaftsminister Maurizio Martina nach. Er berichtet von einem Telefongespräch mit dem französischen Landwirtschaftsminister Stephane Le Foll. Man habe sich auf eine europäische Finanzierung von Anreizen für die verringerte Anlieferung von Milch als gemeinsame Forderung verständigt, erklärt Martina. Polen, Deutschland und Frankreich haben sich darin verständigt, dass freiwillige Maßnahmen zur Mengenreduzierung mit Mitteln aus dem EU-Haushalt unterstützt werden sollten.

Zudem fordern inzwischen Frankreich, Italien, Deutschland und Polen die Aktivierung der Privaten Lagerhaltung für Schweinefleisch. Spanien kann diese Forderungen ebenso unterstützen und wird von den Ministern vor dem EU-Agrarrat am 27. Juni in Luxemburg möglicherweise auch noch eingebunden. Damit setzen die EU-Mitgliedstaaten deutliche Zeichen, an denen die Europäische Kommission nur schwer vorbeikommt. EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat Forderungen an den EU-Haushalt bisher zurückgewiesen. (Schluss) mö

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