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24.11.2021

Meldepflicht für Direktverkauf von Milchprodukten wird geändert

AMA: Mengen müssen von Betrieben bis 28. Februar 2022 angegeben werden

Wien, 24. November 2021 (aiz.info). - Im Juli 2021 wurde die Milchmeldeverordnung 2010 durch die Agrarmarkttransparenzverordnung abgelöst. Für die Direktvermarktung kam es dabei zu einer einzigen Änderung, und zwar wurde die Meldefrist um einen Monat vorverlegt. Das bedeutet, dass Landwirte, welche heuer mindestens 25.000 kg Kuhmilch direkt vermarktet haben, bis Ende Februar 2022 eine Direktvermarktungsmeldung für den Zeitraum Jänner bis Dezember 2021 übermitteln müssen. Die eingesetzte Milchmenge sowie die daraus hergestellten Produkte, untergliedert in Konsummilch, Butter, Bergkäse und Emmentaler, sonstiger Käse inklusive Topfen und sonstige Milchprodukte (Kakao, Fruchtjoghurt, Naturjoghurt, Sauerrahm, Schlagobers) sind dabei anzugeben. Dies teilt die Agrarmarkt Austria (AMA) mit.

Landwirte sind laut Definition dann Direktvermarkter, "wenn sie die am Hof produzierte Kuhmilch oder Erzeugnisse daraus im eigenen Namen, auf eigene Rechnung und auf eigene Verantwortung direkt an Endverbraucher (auch für Gäste im Rahmen von Urlaub am Bauernhof), weiters an Lebensmitteleinzelhandel, Lebensmittelgroßhandel, Gemeinschaftsversorger oder Gastronomie abgeben". Auch die Abgabe von Kuhmilch an landwirtschaftliche Betriebe zur Verfütterung fällt unter diese Definition. Der Eigenverbrauch am Hof sowie die Abgabe der Kuhmilch an "Erstankäufer" (Molkereien oder Weiterverarbeitungsbetriebe) zählen dagegen nicht zur Direktvermarktung.

Auf der Homepage www.ama.at steht unter dem Menüpunkt "Formulare und Merkblätter/Markt- und Meldemaßnahmen - Tierischer Bereich" das aktuelle Formular "Meldung des Direktverkaufs" zur Verfügung. Als Hilfestellung werden von der AMA auch ein Aufzeichnungsheft sowie ein Merkblatt angeboten. (Schluss)