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23.07.2015

Litauen nutzt Intervention für Milchpulver

Finanzierung aus anderen EU-Haushaltsrubriken bewerkstelligt

Vilnius, 23. Juli 2015 (aiz.info). - In Litauen werden 1.143 t Magermilchpulver der Intervention angedient. Dies gab das Landwirtschaftsministerium in Vilnius bekannt. Damit wird erstmals seit Jahren die öffentliche Lagerhaltung für Molkereiprodukte genutzt. Die EU-Kommission geht dennoch von einem spezifisch litauischen Problem aus und rechnet deshalb mit überschaubaren Mengen. Im laufenden EU-Agrarhaushalt sind keine Summen für die Intervention von Magermilchpulver oder Butter vorgesehen. Aber die bisherigen Mengen lassen sich noch aus Resten anderer Haushaltsrubriken finanzieren. Größere Interventionsmengen müssten dagegen aus der Krisenreserve bezahlt werden, die Landwirte der EU selbst finanzieren.

Rumänien liegt neben Litauen ebenfalls am unteren Ende der Milchauszahlungspreise in den verschiedenen EU-Mitgliedstaaten. Da aber in Rumänien kaum Milchpulver hergestellt wird, sei die Intervention dort keine Option, hieß es aus Regierungskreisen in Bukarest. Frankreich, Österreich und zahlreiche osteuropäische EU-Mitgliedstaaten fordern höhere Interventionspreise. Der französische Landwirtschaftsminister Stephane Le Foll will die Milchkrise zum Thema auf dem Informellen EU-Agrarrat Mitte September in Luxemburg machen. (Schluss) mö

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