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08.04.2021

LK Vorarlberg: Moosbrugger einstimmig als Präsident wiedergewählt

Vollversammlung bestätigt auch Schwarzmann und Malin in ihren Funktionen

Bregenz, 8. April 2021 (aiz.info). - Bei der konstituierenden Vollversammlung der Landwirtschaftskammer (LK) Vorarlberg wurde heute der amtierende Präsident Josef Moosbrugger unter Anwesenheit von Landeshauptmann Markus Wallner und Agrar-Landesrat Christian Gantner einstimmig für eine weitere Funktionsperiode von fünf Jahren wiedergewählt. Moosbrugger hat dieses Amt bereits seit 1999 inne, er fungiert seit 2018 auch als Präsident der LK Österreich und führt darüber hinaus mit seiner Familie einen Milchvieh-, Ackerbau- und Forstbetrieb in Dornbirn. Als Vizepräsidentin und Leiterin der Sektion Dienstgeber wurde die amtierende Bundesbäuerin und Landtagsabgeordnete Andrea Schwarzmann in ihrer Funktion bestätigt. Hubert Malin fungiert weiterhin als Vizepräsident und Leiter der Sektion Dienstnehmer. Auch diese Entscheidungen erfolgten einstimmig.

Frauenanteil verdoppelt

Bei der Stimmenauszählung im Rahmen der LK-Wahl am 6. März konnte der Vorarlberger Bauernbund ein Mandat dazugewinnen und kommt nun auf 16 Kammerrätinnen und -räte. Die Freiheitlichen und Unabhängigen Bauern sind künftig mit drei Kammerräten in der Vollversammlung vertreten. 14 der 19 Personen entfallen auf die Sektion der Land- und Forstwirte, fünf auf die Sektion der Dienstnehmer. Der Frauenanteil konnte gegenüber der letzten Funktionsperiode auf vier Kammerrätinnen verdoppelt werden, die sich als aktive Bäuerinnen und Dienstnehmerinnen in der Interessenvertretung einbringen.

Wallner beglückwünscht Moosbrugger zum Start der fünften Amtsperiode

"Es ist wichtig, dass die konstruktiven, verlässlichen Kräfte in unserer land- und forstwirtschaftlichen Interessenvertretung bestätigt und gestärkt werden konnten. Das eindeutige Wahlergebnis von Josef Moosbrugger beweist, dass hervorragende Arbeit und ehrliches, konstantes Engagement gewürdigt werden. Für seine fünfte Amtszeit wünsche ich ihm alles Gute und viel Erfolg. Gleichzeitig wird das Land Vorarlberg weiterhin ein verlässlicher Partner der bäuerlichen Vertretung bleiben", betonte Wallner in seiner Grußbotschaft.

Auch in Krisen Chancen herausfiltern und umsetzen

"Wir werden gestärkt und mit neuer Energie unser Bestes geben, damit sich die harte land- und forstwirtschaftliche Arbeit lohnt und Freude bereitet. Dabei gilt das Motto 'Bewährtes halten, Neues gestalten'. Mir ist sehr wichtig, auch in diesen höchst herausfordernden Zeiten mit Klima- und Corona-Krise etc. die konkreten Chancen herauszufiltern und umzusetzen", betonte Moosbrugger. Neue Perspektiven für die bäuerlichen Familienbetriebe ortet er etwa in klugen Zukunftsstrategien, verbesserten Partnerschaften mit dem Handel, einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung, neuen Wertschöpfungsfeldern wie online-basierten Direktvermarktungskanälen, Green Care oder auch im Ersatz des Klimasünders Nummer eins, der fossilen Energien und Rohstoffe durch erneuerbare.

Regionale Versorgung erhöht Sicherheit für Zukunft

"Land- und forstwirtschaftliche Interessenvertretung ist bedeutend mehr als 'Kammermusik' für unsere eigene Berufsgruppe, denn wir stellen mit unseren vielfältigen Rohstoffen und Produkten unverzichtbare Lebensgrundlagen her - für alle Vorarlbergerinnen und Vorarlberger. Die Corona-Krise hat uns ganz klar vor Augen geführt: Regional versorgen ist Denken an morgen und eine ganz entscheidende Sicherheitsfrage für die Zukunft - bei Lebensmitteln genauso wie im Energiebereich. Darüber hinaus erbringen wir unzählige weitere Leistungen, die dem gesamten Ländle nützen, von der Pflege unserer Heimat bis zum Umwelt- und Naturgefahrenschutz. Darauf können und sollten wir stolz sein und Vorarlberg mit uns", unterstrich der wiedergewählte LK Vorarlberg-Präsident. Er sieht erkennbare und erhältliche Regionalität sowie heimische Wertschöpfungskreisläufe als Win-win-Situation für das ganze Land und möchte sie daher in möglichst vielen Bereichen forcieren.

In der konstituierenden Vollversammlung wurde auch die Besetzung der sechs Fachausschüsse beschlossen. Diese decken die verschiedenen land- und forstwirtschaftlichen Themenfelder ab. Insbesondere den Schwerpunkten Produktion, Wirtschaftlichkeit, Innovation und Erwerbskombination, Bio, erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit wird dabei mehr Raum gegeben. (Schluss)