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15.09.2021

LK OÖ zur Landtagswahl: Mit Stimmabgabe gezielt bäuerliche Interessen stärken

Langer-Weninger: Für die Land- und Forstwirtschaft steht viel auf dem Spiel

Linz, 14. September 2021 (aiz.info). - "Bei der bevorstehenden Landtagswahl in Oberösterreich steht gerade auch für die Land- und Forstwirtschaft aufgrund der hohen Abhängigkeit von der Politik und den öffentlichen Budgets viel auf dem Spiel. Für die Bauernschaft entscheidend ist vor allem die Rolle des Landes OÖ bei der Mitfinanzierung von EU-Programmen, wie dem Agrar-Umweltprogramm ÖPUL, der Bergbauernförderung und der Investitionsförderung. Das Land finanziert darüber hinaus seit vielen Jahren zusätzliche Maßnahmen für die Landwirtschaft, wie etwa ein flächendeckendes Grundwasser-Vorsorgeprogramm im Grünland und einen Zuschlag zur Bergbauernförderung sowie erhebliche Zusatzmittel für die agrarische Investitionsförderung. Mit diesen Maßnahmen konnte die Position Oberösterreichs als Agrarland über die Jahre hinweg weiter ausgebaut werden", betont Landwirtschaftskammer (LK)-Präsidentin Michaela Langer-Weninger.

"Das zeigen auch die aktuellen Zahlen zur AWS-Investitionsprämie, bei der knapp ein Drittel der bundesweiten Anträge in der Landwirtschaft auf Oberösterreich entfällt. Zusätzliche Impulse im Agrarbereich setzt das Land OÖ mit einer breiten Holzbauoffensive, der Forcierung von Energie aus Biomasse und mit festgelegten Mindestvorgaben beim Einkauf regionaler und biologischer Lebensmittel in Landesküchen sowie mit der seit vielen Jahren konsequent umgesetzten Genussland-Initiative", unterstreicht Langer-Weninger.

"Auch wenn wichtige agrarpolitische Entscheidungen auf EU-Ebene und im Bereich der Steuer- und Sozialpolitik auf Bundesebene getroffen werden, so liegen viele für die Bauernschaft wichtige Kompetenzbereiche in der Verantwortung der Landespolitik. Dazu gehören Raumordnung, Bauordnung, Naturschutz, Bodenschutz und Pflanzenschutzmittelanwendung ebenso wie Vollzugsentscheidungen im Veterinärwesen. In all diesen Bereichen geht es darum, dass bäuerliche Interessen gewahrt und praxisorientierte Entscheidungen für die Familienbetriebe getroffen werden", so die LK-Präsidentin.

Land OÖ als verlässlicher Partner

"Das Land OÖ hat sich gerade in den letzten Jahren als sehr verlässlicher Partner für die Land- und Forstwirtschaft erwiesen und auch bei zentralen politischen Entscheidungen auf Bundesebene, wie beim Entlastungspaket des vergangenen Jahres, bei der Corona-Krisenbewältigung und bei wichtigen Corona-Hilfen, immer wieder Partei für die bäuerlichen Betriebe ergriffen", erklärt Langer-Weninger.

"Dank der unternehmerischen Initiative der Bäuerinnen und Bauern sowie der gezielten Unterstützung des Landes konnte Oberösterreich seine Marktanteile in der Rinder-, Milch- und Schweineproduktion sowie in anderen Sparten in den vergangenen Jahren weiter ausbauen. Diese Stärkung des Agrar- und Lebensmittelproduktions-Standortes gilt es auch in den kommenden Jahren konsequent fortzusetzen. Dazu müssen bei der kommenden Landtagswahl jene politischen Kräfte gestärkt werden, die auch den Interessen der Land- und Forstwirtschaft sowie der Lebensmittelwirtschaft ein entsprechendes Gewicht einräumen", appelliert die Kammerpräsidentin.

Pflege als politische Herausforderung

Eine zentrale gesellschaftliche und politische Herausforderung stelle die Zukunft der Pflege dar. Auch hier gelte es, die Realität und Herausforderungen in den bäuerlichen Familien entsprechend zu berücksichtigen. Dazu brauche es einerseits die Einführung eines Pflege-Daheim-Bonus, um Pflegeleistungen innerhalb der Familien finanziell besser und ausreichend anzuerkennen, sowie eine höhere öffentliche Bezuschussung für 24-Stunden-Pflegekräfte, um diese auch für bäuerliche Familien besser leistbar zu machen. "Auch hier geht es darum, bei den kommenden Wahlen jene politischen Kräfte zu stärken, die sich für ein leistbares Altern in Würde und vertrauter Umgebung einsetzen", so Langer-Weninger.

Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen

Gleichzeitig mit der Landtagswahl finden in Oberösterreich auch Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen statt. "Auch in der Gemeindepolitik gehe es um wichtige Entscheidungen für die Land- und Forstwirtschaft sowie um das Grundeigentum. Auch hier sind die Bäuerinnen und Bauern gefordert, jene Politiker zu unterstützen, von denen sie berechtigt und verlässlich die bestmögliche Unterstützung ihrer Interessen erwarten können", stellt die LK-Präsidentin fest.

"Ich rufe daher alle Bäuerinnen und Bauern, Hofübergeber sowie Grundeigentümer auf, am 26. September verlässlich zur Wahl zu gehen, denn für uns alle geht es in den nächsten Jahren um viel", appelliert Langer-Weninger. (Schluss)