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20.10.2021

Köstinger: Umsetzungspakt für "1. Österreichweite Bodenschutzstrategie"

Zunahme des Bodenverbrauchs soll bis 2030 um 80% reduziert werden

Wien, 20. Oktober 2021 (aiz.info). - Als Vorsitzende der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) hat Bundesministerin Elisabeth Köstinger am Mittwoch zur ersten politischen Sitzung seit über zehn Jahren geladen. Vertreter von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialpartnern waren zusammengekommen, um gemeinsam die nächsten Schritte zu setzen. "Raum und Boden sind begrenzt. Umso wichtiger ist es, dass wir heute das 'Österreichische Raumentwicklungskonzept' beschlossen haben, das die Leitlinien bis 2030 vorgibt", betonte Köstinger nach der Sitzung.

"Die Eindämmung der Flächeninanspruchnahme und der Bodenversiegelung ist ein Gebot der Stunde. Es freut mich besonders, dass sich auf meine Initiative hin Bund, Länder und Gemeinden zur sofortigen Umsetzung der '1. Österreichischen Bodenschutzstrategie' geeinigt haben. Wir wollen die Zunahme des Bodenverbrauchs um 80% auf 2,5 ha pro Tag bis 2030 reduzieren. Das ist ein Paradigmenwechsel zum Schutz unserer wertvollen Böden", so Köstinger. "Gesunde Böden sind die Grundlage für lebenswerte Regionen. Sie schützen vor Hochwässern und Hitzeinseln, speichern CO2, versorgen uns mit regionalen Lebensmitteln und prägen unser einzigartiges Landschaftsbild. Indem wir alle an einem Strang ziehen, können wir mehr erreichen", unterstrich die Ministerin.

Raumentwicklungskonzept 2030

Im Rahmen der politischen Sitzung hat die ÖROK das "Österreichische Raumentwicklungskonzept bis 2030" beschlossen. Es dient als gesamtstaatliche Strategie und Leitbild der räumlichen Entwicklung in den kommenden zehn Jahren. Unter www.oerek2030.at ist das Konzept digital aufbereitet.

Kern des Konzeptes ist ein 10-Punkte-Programm. Es enthält jene Bereiche, die als zentral für die österreichische Raumentwicklung erachtet werden und daher in den kommenden zehn Jahren prioritär behandelt werden sollen. So soll die Raumentwicklung auf Klimaneutralität und Energiewende fokussiert sowie die Flächeninanspruchnahme stark reduziert werden. Orts- und Stadtkerne sollen gestärkt sowie Freiräume ressourcenschonend und für den Klimaschutz gestaltet werden. "Wir wollen weiters die Klimawandelanpassung durch Raumentwicklung unterstützen und die Daseinsvorsorge für gleichwertige Lebensbedingungen gestalten. Regionale Wertschöpfungsketten und Kreislaufwirtschaft sollen gestärkt und die Chancen der Digitalisierung genutzt werden", erläuterte Köstinger. (Schluss)