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06.04.2020

Köstinger: Mit Sicherheit auf Bauernmärkten einkaufen

Agrar- und Innenressort weisen auf wichtige Verhaltensregeln hin

Wien, 6. April 2020 (aiz.info). - In den vergangenen Tagen hat es in der Bevölkerung immer wieder Unsicherheiten bezüglich der Veranstaltung von Märkten im Zusammenhang mit den Corona-Maßnahmen gegeben. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) und das Bundesministerium für Inneres (BMI) haben daher klare Verhaltensregeln für den Besuch und Betrieb von Bauern- und Wochenmärkten definiert. Wenn diese Regeln, die das Risiko einer Ansteckung auf ein Minimum reduzieren sollen, eingehalten werden, können diese Märkte nach wie vor offen bleiben.

Abstand halten - Masken und Handschuhe tragen

"Bauern- und Wochenmärkte stellen einen wesentlichen und relevanten Beitrag zur Versorgungssicherheit der österreichischen Bevölkerung mit Lebensmitteln dar. Diese Märkte können auch weiterhin veranstaltet werden, wenn Betreiber und Kunden sich an jene Regeln halten, die zur Eindämmung von COVID-19-Infektionen notwendig sind", betonen Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und Innenminister Karl Nehammer.

Sie empfehlen nachdrücklich die Einhaltung folgender Verhaltensregeln: Halten Sie zwischen Ihnen und den Miteinkaufenden einen Mindestabstand von einem Meter ein. Bilden Sie Warteschlangen an Ständen, an denen besonders viel los ist und achten Sie dabei auch auf den notwendigen Mindestabstand. Sowohl Standbetreiber wie auch Kundinnen und Kunden werden angehalten, einen Nasen- und Mundschutz sowie Einweghandschuhe zu tragen. Die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln bei den Verkaufsständen wird empfohlen. Die Veranstalter werden ersucht, die Abstände zwischen den Ständen beziehungsweise Verkaufshütten - sofern das möglich ist - zu erhöhen. Die Standbetreiber können weitere Vorkehrungen zur Reduktion des Infektionsrisikos, wie etwa Schutzscheiben zwischen Stand und Einkäufer, treffen.

Vor Ort sollen keine Speisen und Getränke zur direkten Konsumation ausgegeben werden. Die Einkäufe sollen zügig erledigt und die Verweildauer am Markt damit so kurz wie möglich gehalten werden. Einkaufen oder anbieten dürfen nur Personen, die gesund sind und keine Symptome einer Infektionskrankheit zeigen. Personen, die zur Risikogruppe zählen - insbesondere ältere Menschen - sollen ihre Einkäufe nach Möglichkeit vorbestellen und/oder von Menschen aus ihrem nahen Umfeld erledigen lassen. Wenn dies nicht möglich ist, müssen Einkäufe zügig getätigt werden. Die Betreiber von Märkten werden ersucht, Standinhaber und Kunden regelmäßig auf die Einhaltung dieser Verhaltensregeln hinzuweisen.

Köstinger: Schutz und Gesundheit der Menschen stehen an oberster Stelle

"Bauern- und Wochenmärkte sind wichtig für die Lebensmittelversorgung, es ist aber unbedingt notwendig, dass sich Kunden und Betreiber an diese Verhaltensregeln, vor allem an die Abstände zueinander, halten. Der Schutz und die Gesundheit der Menschen stehen für uns an oberster Stelle", betont Köstinger.

"Rund 36.000 landwirtschaftliche Betriebe beziehen einen Teil ihres Einkommens aus der Direktvermarktung. Sie sind regionale Nahversorger für viele Menschen, sei es auf Märkten oder in Ab-Hof-Läden. Mit diesen Verhaltensregeln schaffen wir größtmögliche Sicherheit für Kunden, aber auch für Betreiber. Wie gut wir diese Krise überstehen und die Infektionskurve abflachen können, steht und fällt mit der Einhaltung dieser Maßnahmen und Regeln", gibt Köstinger zu bedenken.

Nehammer: Verhaltensregeln unbedingt einhalten

"Wenn diese Verhaltensregeln eingehalten werden, dann dürfen die Märkte weiterhin geöffnet bleiben. Nur so können wir das Infektionsrisiko minimieren. Wir brauchen ein Bewusstsein bei den Menschen, dass es hier nicht nur um ihre eigene Gesundheit geht, sondern auch um die Gesundheit ihrer Mitmenschen. Als Exekutive müssen wir einschreiten, wenn es zu Verstößen gegen die Maßnahmen der Bundesregierung kommt. Gerade wenn es um die Einhaltung des Mindestabstands und unerlaubte Gruppierungen von mehreren Personen geht, kommt es immer wieder zu Anzeigen. Um das zu vermeiden und Märkte weiterhin aufrechterhalten zu können, sind die Verhaltensregeln eine wichtige Maßnahme", unterstreicht Nehammer. (Schluss)

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