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21.02.2020

Köstinger: Entlastung für bäuerliche Familienbetriebe zwingend notwendig

Nach deutlichem Minus im Jahr 2018 stieg das Einkommen 2019 nur um 2,2%

Wien, 21. Februar 2020 (aiz.info). - Die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft sanken im Jahr 2018 in Österreich laut Grünem Bericht im Durchschnitt aller Betriebe um fast 10%. Je Arbeitskraft verringerte sich das landwirtschaftliche Einkommen real um 4,3%. Die Trockenheit und die Folgen des Klimawandels waren damals die ausschlaggebenden Faktoren. Im Jahr 2019 stieg laut der zweiten Vorschätzung der Statistik Austria das Einkommen der bäuerlichen Betriebe je Arbeitskraft real um 2,2% und konnte somit das Minus des Vorjahres nicht kompensieren.

"Die Rahmenbedingungen für Österreichs Landwirtschaft werden von Jahr zu Jahr schwieriger: Bäuerinnen und Bauern sind die ersten Betroffenen des Klimawandels, darüber hinaus sorgen instabile internationale Märkte immer wieder für existenzbedrohende Situationen. Leider war hier auch 2019 keine wirkliche Entlastung in Sicht", erklärt Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger.

Besonders schwierig war das Jahr 2019 nach der Gesamtrechnung der Statistik Austria für die Rinderproduktion, während der Produktionswert von Milch halbwegs stabilisiert werden konnte. Im pflanzlichen Bereich gab es vor allem Einbußen im Obst- und Weinbau. Lediglich der Schweinesektor konnte nach vielen schwierigen Jahren eine positive Bilanz ziehen. Der Grund dafür waren bekanntlich die hohen Produktionsausfälle in Asien wegen der Afrikanischen Schweinepest, die zu spürbaren Preissteigerungen führten. Gleichzeitig verbuchten die Landwirte im Jahr 2019 höhere Kosten für Futtermittel sowie gestiegene Düngerpreise.

Entlastung 2021 zwingend notwendig

"Der Produktionswert des landwirtschaftlichen Wirtschaftsbereiches liegt mit 7,6 Mrd. Euro um 2,5% über dem Niveau von 2018. Diese positive Entwicklung spiegelt sich jedoch nicht im bäuerlichen Einkommen wider. Um die landwirtschaftlichen Betriebe zu unterstützen, hat die Bundesregierung daher ein Entlastungspaket von bis zu 120 Mio. Euro geschnürt, welches bereits Schritt für Schritt umgesetzt wird", so Köstinger. "Ab 2021 entlasten wir unsere bäuerlichen Familienbetriebe spürbar. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig rasch wirksame Maßnahmen sind", betont die Ministerin.

Sie verweist auf die bereits im Jänner angekündigten Maßnahmen der Bundesregierung, wie etwa die Absenkung des Anrechnungsprozentsatzes von 13 auf 10% beim fiktiven Ausgedinge, die Einführung einer steuerlichen Risikoausgleichsmaßnahme, die Angleichung der KV-Mindestbeitragsgrundlage, weiters auf die Erhöhung der PV-Beitragsgrundlage für hauptberuflich beschäftigte Kinder bis zum 27. Lebensjahr sowie die Anhebung der Umsatzgrenze für die buchführungspflichtigen Betriebe. (Schluss)

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