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05.08.2020

Kartoffelmarkt: Inlandsangebot weiterhin reichlich

Erzeugerpreise liegen meist auf Vorwochenniveau

Wien, 5. August 2020 (aiz.info). - Die Situation am heimischen Erdäpfelmarkt bleibt in erster Linie vom sehr reichlichen Angebot geprägt. Nach wie vor gilt es, die sehr früh reifenden Sorten zu vermarkten, wenngleich auch die Anschlusssorten bereits Schalenfestigkeit erreicht haben. Absatzseitig zeigt man sich vor allem bei den Mengen in Richtung Lebensmitteleinzelhandel sehr zufrieden, auch wenn die Hitzetage der letzten Woche einen kleinen Dämpfer brachten. Auch Lieferungen ins Ausland werden weiterhin getätigt. Deutlich ruhiger ist die Nachfrage vonseiten der Gastronomie und des Gastro-Großhandels. Erfreulich ist der im Vergleich zu den Vorjahren geringere Schädlingsdruck. Der Drahtwurm ist nicht verschwunden, betroffen sind derzeit aber lediglich vereinzelte Partien. Die Erzeugerpreise liegen zumeist auf Vorwochenniveau, allerdings hat sich die stabile Tendenz zum Teil weiter abgeschwächt. In Niederösterreich, im Burgenland und in der Steiermark wurden zu Wochenbeginn für mittelfallende Ware meist 12 Euro/100 kg bezahlt. Für Übergrößen lagen die Preise bei 7 bis 8 Euro/100 kg. In Oberösterreich wurden zu Wochenbeginn unverändert bis zu 22 Euro/100 kg erlöst.

In Deutschland bleibt die Vermarktung von Kartoffeln deutlich entspannter als hierzulande. Zwar hat im Nordosten das Angebot an Frühkartoffeln zugenommen und die Preise mussten um rund 4 Cent zurückgenommen werden, aber im Südwesten ist die Vermarktung bereits weiter fortgeschritten. Hier besteht eher die Sorge, dass das eigene Angebot zu rasch zur Neige geht. Da in den nächsten Wochen in vielen deutschen Bundesländern die Sommerferien bereits wieder zu Ende gehen, wird vor allem im Westen Deutschlands mit einer Belebung der Nachfrage gerechnet. Die Erzeugerpreise gaben leicht nach, lagen in allen Anbaugebieten zu Wochenbeginn für festschalige Ware aber noch bei 22 bis 25 Euro/100 kg. (Schluss)

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