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28.09.2021

Kartoffelmarkt: Durchschnittliche Erntemenge im Inland erwartet

Relativ hohe Aussortierungen - Erzeugerpreise auf Vorwochenniveau

Wien, 28. September 2021 (aiz.info). - Am österreichischen Speisekartoffelmarkt schreitet die Ernte bei guten Boden- und Witterungsverhältnissen zügig voran. An der Gesamtsituation hat sich dabei wenig verändert. Die Hektarerträge fallen je nach Region und Sorte weiterhin höchst unterschiedlich aus. In Summe geht man nach Angaben der Interessengemeinschaft Erdäpfelbau von einer durchschnittlichen Bruttoerntemenge aus. So sind auch die Lager bei den Händlern schon recht gut gefüllt. Regional bereiten aber Drahtwurmbefall, Fäulnis und Zwiewuchs massive Probleme, sodass heuer mit einer überdurchschnittlich hohen Aussortierung zu rechnen ist. Der Absatz präsentiert sich saisontypisch ruhig, aber stetig. Die Erzeugerpreise werden auf dem Vorwochenniveau fortgeschrieben. In Niederösterreich wurden Speisekartoffeln zu Wochenbeginn meist um 18 bis 20 Euro/100 kg übernommen, wobei einzelne Aufkäufer Abschläge für den hohen Logistik- und Sortieraufwand verrechnen. In Oberösterreich werden weiterhin bis zu 25 Euro/100 kg gezahlt.

In manchen Regionen Deutschlands haben die nassen Witterungsbedingungen in der letzten Woche die Erntearbeiten etwas erschwert. Gleichzeitig nahm die Einlagerung von schalenfester Ware weiter an Fahrt auf. Somit hat sich der Angebotsdruck zuletzt doch deutlich reduziert. Auf der Nachfrageseite gab es zuletzt leichte Impulse. Laufende Werbeaktionen im Lebensmitteleinzelhandel brachten regional Umsatzsteigerungen. Vereinzelt wurde zudem von vermehrten Exportaufträgen Richtung Osteuropa berichtet. Insgesamt scheint der Markt wieder etwas ausgeglichener zu sein, die Erzeugerpreise konnten sich auf dem Vorwochenniveau überwiegend gut behaupten. Zu Wochenbeginn wurden im Bundesdurchschnitt für Speiseware meist zwischen 12 und 15 Euro/100 kg erzielt. (Schluss)