Sie sind noch nicht eingeloggt:
12.10.2018

Kärnten verzeichnet heuer sehr gute Pressobsternte

Mößler: Heimischer Apfelsaft ist ein Naturprodukt mit Mehrwert

Klagenfurt, 12. Oktober 2018 (aiz.info). - In Kärnten wird heuer eine sehr gute Apfelernte verzeichnet, berichtet Landwirtschaftskammer-Präsident Johann Mößler. Nach zwei miserablen Ernten 2016 und 2017, bedingt durch Frost und Hagel, liegt die heurige Menge weit über dem Niveau der Vorjahre, endgültige Zahlen liegen noch nicht vor. Auch die Pressobsternte ist heuer rekordverdächtig hoch. In den Obstpressen herrscht deshalb in diesen Tagen Hochbetrieb.

"Der Apfelsaft der Ernte 2018 zeichnet sich durch ein besonders intensives Aroma aus", wirbt Siegfried Quendler vom Obst- und Weinbauzentrum der LK Kärnten für das reine Naturprodukt Apfelsaft. Eine Besonderheit ist dabei, dass 90% der Ernte in Kärnten von rund 360.000 Streuobstbäumen stammen. "Die meist alten Bäume sind nicht nur charakteristisch für das Landschaftsbild, neben ihrer wirtschaftlichen Bedeutung sind die rund 8.000 ha Streuobstfläche eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und ein Refugium für Insekten und Kleinsäugetiere. Pflanzenschutzmittel kommen hier praktisch nicht zum Einsatz", so Quendler.

Schlechte Ökobilanz bei importiertem Apfelsaftkonzentrat

Im krassen Gegensatz dazu steht importiertes Apfelsaftkonzentrat, das auch in Österreich noch oft seinen Weg zu den Konsumenten findet. Laut Helga Leopold, Kammerrätin der LK Kärnten, werden jährlich rund 87.000 t Apfelkonzentrat aus Ländern wie China, Ukraine, Iran, Chile und Brasilien importiert. "Bedenklich dabei ist nicht nur der oft hohe Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der industriellen Apfelproduktion, sondern auch der schwere ökologische Rucksack, der nicht zuletzt auf die langen Transportwege zurückzuführen ist", erklärt Leopold. Vor diesem Hintergrund rufen Mößler und Leopold zum Konsum von Apfelsaft aus Kärnten, der heuer ausreichend vorhanden ist, auf.

LK-Homepage gibt Orientierung für Konsumenten

Kärntner Apfelsaft kann direkt beim Obstbauern, bei Obstpressbetrieben oder auch im gut sortierten Lebensmittelhandel erworben werden. Zur Orientierung für die Konsumenten bietet die Kammer auf ihrer Website www.ktn.lko.at eine Übersicht über die Bezugsquellen und möglichen Gebindegrößen - von der klassischen Literflasche bis zur 0,33-Liter-Kleinflasche - an. (Schluss)