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22.08.2019

Internationaler Milchmarkt: GlobalDairyTrade-Index annähernd stabil

Notierungen für Fettprodukte rückläufig - Vollmilchpulver im Plus

Auckland, 22. August 2019 (aiz.info). - Bei der jüngsten Auktion an der neuseeländischen Handelsplattform GlobalDairyTrade tendierten die Notierungen unterschiedlich. Während die Kurse für Butter und wasserfreies Milchfett weiter rückläufig waren und Magermilchpulver relativ stabil blieb, wurde das Leitprodukt Vollmilchpulver höher bewertet. Der GDT-Gesamtindex, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Milchprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, verringerte sich geringfügig um 0,2%. Der Index gilt als wichtiger Indikator für die Preisentwicklung am Weltmilchmarkt.

Der Index für wasserfreies Milchfett (Butteröl) gab gegenüber dem vorherigen Event um 3,7% auf 5.061 USD/t nach. Bei Butter setzte sich der negative Preistrend fort. Zwischen Dezember 2018 und April 2019 war der mittlere GDT-Kurs von 3.745 auf 5.544 USD/t stark gestiegen, seither ist er rückläufig. Diese Woche gab die mittlere Butternotierung weiter nach, und zwar um 3,4% auf 4.025 USD/t.

Dem gegenüber wurde bei Cheddar-Käse ein Plus von 0,8% auf einen durchschnittlichen Kurs von 3.857 USD/t verzeichnet. Bei Laktose sank der Index um 3,7% auf 740 USD/t. Die größte Abwärtsbewegung wurde bei Kasein festgestellt, hier fielen die Preise im Mittel um 8,1% auf 6.348 USD/t.

Vollmilchpulver kann zulegen

Unterschiedlich tendierte der Pulverbereich: Während der mittlere Kurs für Magermilchpulver mit 2.478 USD/t annähernd stabil blieb, konnte der Index für Vollmilchpulver - das am umfangreichsten gehandelte Produkt - um 2,1% auf 3.100 USD/t zulegen.

Die Notierungen für Magermilchpulver lagen im vergangenen Herbst an der GlobalDairyTrade noch unter 2.000 USD/t. Im Dezember und Jänner folgte ein starker Anstieg und seit Februar 2019 pendeln die GDT-Kurse zwischen 2.360 und 2.580 USD/t. Vollmilchpulver verzeichnete ab Dezember 2018 wieder einen starken Aufwärtstrend, der bis März 2019 anhielt. Danach tendierten die Notierungen deutlich nach unten und erreichten Anfang Juli mit 2.969 USD/t den bisher tiefsten Wert des Jahres. Mittlerweile hat eine Stabilisierung der Preise eingesetzt.

Insgesamt wurden beim jüngsten GDT-Event am Dienstag dieser Woche Molkereiprodukte im Umfang von 34.410 t verkauft und damit etwas weniger als bei der vorhergehenden Auktion (34.969 t). Die Zahl der teilnehmenden Bieter sank leicht auf 191.

Nachfrage aus Asien stützt die Notierungen

Die Analysten führen den relativ stabilen GDT-Index vor allem auf den Kursanstieg bei Vollmilchpulver zurück. Dieser sei eine Folge der guten Nachfrage aus dem asiatischen Raum, wird betont. Speziell China signalisiere nach wie vor einen großen Bedarf an Milchprodukten. Allerdings könnte der sich verschärfende Handelskonflikt zwischen den USA und China in den kommenden Wochen den Milchmarkt negativ beeinflussen. (Schluss) kam

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