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14.02.2020

In Österreich wurden 2019 um 1,7% weniger Rinder gehalten

Schweine-, Schaf- und Ziegenbestand blieb weitgehend stabil

Wien, 14. Februar 2020 (aiz.info). - Die Erhebung des Nutztierbestands für das Jahr 2019 durch die Statistik Austria hat zum Stichtag 1. Dezember gegenüber dem Jahr davor ein leichtes Minus von 1,7% (33.300 Tiere) auf rund 1,88 Mio. Rinder bundesweit ergeben. Die Zahl der Schweine blieb mit einem Minus von 0,1% (3.300 Tiere) nahezu unverändert bei 2,77 Mio. Zugleich sank die Zahl der Schafe um 0,9% auf 403.000 Tiere, während der Ziegenbestand um 1,1% auf 92.500 Tiere zulegte.

Um 1,7% weniger Rinder auf heimischen Bauernhöfen

Mit einem Minus von 2,1% verringerte sich der Bestand an Jungrindern unter einem Jahr auf 605.000 Tiere, die Zahl an Schlachtkälbern um 1,8% auf 152.000, die anderer Kälber und Jungrinder um 2,2% auf 453.000.

Ein leichter Rückgang (-0,5%) auf 426.000 Tiere wurde auch in der Altersklasse der ein bis unter zwei Jahre alten Rinder verzeichnet. Dabei stieg sowohl die Anzahl an Stieren und Ochsen (+1,1% auf 165.000) als auch die der Schlachtkalbinnen (+1,9% auf 78.100). Nutz- und Zuchtkalbinnen reduzierten sich hingegen um 2,8% auf 183.000 Tiere.

Im Vergleich zu Dezember 2018 verringerte sich die Gruppe der zumindest zwei Jahre alten Rinder um 2,1% auf 848.000 Tiere. Ein leichter Zuwachs wurde dort lediglich bei Stieren und Ochsen (+0,9% auf 20.000) verzeichnet, während sich die restlichen Bestände rückläufig verhielten: Schlachtkalbinnen -2,5% auf 18.700, Nutz- und Zuchtkalbinnen -4,6% auf 89.400, Milchkühe -1,7% auf 524.000 sowie andere Kühe -2,5% auf 195.000 Tiere.

Um 2,5% weniger Rinder haltende Betriebe in Österreich

Die Zahl der zum Stichtag Rinder haltenden Betriebe nahm innerhalb des Jahres 2019 um 2,5% auf 56.400 ab. Die durchschnittliche Bestandsdichte blieb stabil bei 33 Rindern je Betrieb.

Schweinebestand nahezu unverändert (-0,1%)

Im Jahresvergleich konnten sowohl bei Ferkeln und Jungschweinen (+0,4% auf 1,37 Mio.) als auch bei Zuchtschweinen (+0,6% auf 234.000) Bestandszunahmen verzeichnet werden. Die Zahl an Mastschweinen ging jedoch leicht zurück (-0,9% auf 1,17 Mio. Stück).

Im Detailvergleich sank der Ferkelbestand um 0,3% auf 651.000, jener an Jungschweinen erhöhte sich um 1,0% auf 722.000 Tiere. Weiters stieg die Zahl der Mastschweine in den Gewichtsklassen 50 bis unter 80 kg (+0,7% auf 558.000) und zumindest 110 kg schweren Tieren (+2,6% auf 138.000). Mit einem Minus von 3,7% nahm dagegen der Bestand an 80 bis unter 110 kg schweren Mastschweinen auf 470.000 Tiere ab. Bei den Zuchtsauen stand einer Zunahme bei der Zahl an Jungsauen (+5,9% auf 46.800) ein Rückgang bei den älteren Tieren (-0,6% auf 183.000) gegenüber. Zugleich lag die Zahl der gedeckten Sauen bei insgesamt 162.000 (+0,3%). Der Anteil der in der Schweinehaltung maßgeblichen Bundesländer Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark nahm mit 93,5% des Gesamtbestands geringfügig zu (2018: 93,4%).

Weniger Schafe (-0,9%), mehr Ziegen (+1,1%)

Bei Schafen gab es gegenüber Dezember 2018 Rückgänge sowohl bei Muttertieren und gedeckten Lämmern (-0,6% auf 241.000) als auch bei anderen Schafen (-1,3% auf 162.000). Während die Gruppe der bereits gezickelten sowie der gedeckten Ziegen um 0,5% kleiner wurde (60.100), vergrößerte sie sich bei den anderen Ziegen um 4,2% (insgesamt 32.400 Tiere). (Schluss)

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