Sie sind noch nicht eingeloggt:
15.04.2019

Hiegelsberger: Saisoniers-Verordnung bringt Planungssicherheit für oö. Betriebe

Wichtige Maßnahme gegen Fachkräftemangel

Linz, 15. April 2019 (aiz.info). - "Die am Freitag in Begutachtung gegangene Saisoniers-Verordnung der Bundesregierung ist ein wichtiger Schritt hin zu einer Behebung des Arbeitskräftemangels in der Landwirtschaft und im Tourismus. Kernpunkte der neuen Verordnung sind die Erhöhung der Kontingente um 4,5%, der jährliche statt der bisherige monatliche Durchrechnungszeitraum und die Zusammenführung aller drei bestehenden Verordnungen. Aufgrund des veränderten Durchrechnungszeitraumes wird es in Zukunft möglich sein, in Monaten mit hohem Arbeitsaufwand bis zu 20% mehr Arbeitskräfte zu beschäftigen und dies durch geringere Zahlen im restlichen Jahr auszugleichen", stellt Oberösterreichs Agrarlandesrat Max Hiegelsberger fest.

"Die Erhöhung des Grundkontingents an Saisoniers in Oberösterreich um knapp 50 Personen und vor allem der veränderte Durchrechnungszeitraum werden unseren landwirtschaftlichen Betrieben dabei helfen, die Arbeitsspitzen während des Anbaus und der Ernte zu meistern. Gerade im Gemüse- und im Obstbau bedroht der Mangel an Arbeitskräften viele Betriebe und damit die Eigenversorgung mit hochqualitativen Lebensmitteln. Dadurch geraten auch Leitbetriebe in der Verarbeitung wie die 'efko' in Schwierigkeiten. Das Land Oberösterreich hat daher vehement auf eine Erhöhung des Kontingents und eine Flexibilisierung des Durchrechnungszeitraumes gedrängt. Danke an die Bundesministerinnen Elisabeth Köstinger und Beate Hartinger-Klein, die in ihrer Verordnung auf die Bedürfnisse unserer landwirtschaftlichen Betriebe vor Ort eingegangen sind", so Hiegelsberger.

Lindinger: Richtiger und notwendiger Schritt

Auch der oberösterreichische Nationalratsabgeordnete Klaus Lindinger begrüßt die geplante Verordnung: "Das ist ein richtiger und notwendiger Schritt, den wir seit Langem fordern. Die Erhöhung des Kontingents an Saisonarbeitskräften in der Landwirtschaft sowie zusätzliche Erntehelfer bringen endlich Planungssicherheit für das heurige Jahr", so Lindinger. Vor allem die Betriebe im Eferdinger Becken würden damit spürbar entlastet. Aber auch die Forstwirtschaft profitiere davon - es gehe darum, Schadholz rechtzeitig aufzuarbeiten, um eine neue Borkenkäfer-Massenvermehrung zu verhindern. (Schluss)

  • Unser Lagerhaus © Archiv