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13.08.2019

Heimische Lebensmittel sind enorme Chance für Umwelt, Wirtschaft und Klima

Weinberger: Landwirte sind aktive Klimaschützer

Wien, 13. August 2019 (aiz.info). - Für mehr Konsumpatriotismus appelliert Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung. Die flächendeckende Bewirtschaftung der heimischen Agrarflächen gewährleiste die Versorgung des Landes mit regionalen Lebensmitteln. Im Supermarkt würden dann aber oft leichtfertige Kaufentscheidungen getroffen. "Der Einkauf ist der Moment, bei dem sich die österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten für Klima- und Umweltschutz sowie für eine Stärkung der regionalen Wirtschaft entscheiden können. Wer einkauft, hat somit die Macht, über die Höhe der CO2-Emissionen zu entscheiden", so Weinberger und untermauert die positiven Effekte auf den heimischen Arbeitsmarkt mit Zahlen: "Laut einer Studie der Johannes Kepler Universität Linz im Auftrag der Österreichischen Hagelversicherung werden 21.000 Arbeitsplätze - das entspricht den Arbeitslosen beispielsweise in Tirol und Salzburg zusammen - geschaffen beziehungsweise erhöht sich das BIP um 1,8 Mrd. Euro, wenn 10% mehr heimische Lebensmittel statt weltgereister Waren gekauft werden. Es geht also in dem Zusammenhang um mehr Arbeitsplätze in Österreich, es geht um den Wirtschaftsstandort Österreich."

Heimische Lebensmittel sind besser für die Umwelt, weil der Griff zu regionaler Ware in jedem Fall zur Landschafts- und Kulturpflege in Österreich beiträgt. Grüne Wiesen, Äcker und Almen gibt es nur dann, wenn diese auch bewirtschaftet werden. Sie sind auch besser für die Wirtschaft, weil mit der Produktion von Lebensmitteln in Österreich mehr als 500.000 Menschen Beschäftigung finden und die Wertschöpfung im eigenen Land bleibt. Heimische Lebensmittel sind auch für das Klima günstiger, weil kürzere Transportwege weniger CO2-Emissionen verursachen als weltgereiste Produkte, listet die Hagelversicherung zahlreiche Vorteile auf.

Landwirtschaft ist als Lebensmittelproduzent Klimaopfer Nummer eins

"Die Produktionsbedingungen werden für die standortgebundene Landwirtschaft, bedingt durch den Klimawandel, immer härter. Wir dürfen nicht mit dem Zeigefinger auf jene Berufsgruppe zeigen, die am stärksten und als erste von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen ist. Denn die Landwirtschaft ist als einziger Sektor in Österreich voll auf Kurs, ihren Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel zu leisten. So steht einer Reduktion der Treibhausgasemissionen von -13,3% in der Landwirtschaft im Zeitraum 1990 bis 2017 ein Plus von knapp 72% für den Bereich Verkehr gegenüber", so Weinberger und ergänzt: "Die Landwirte sind diejenigen, die durch die Bewirtschaftung der Landesfläche CO2-Speicher aufrechterhalten und so aktive Klimaschützer sind. Das gilt es zu bedenken, weshalb wir uns mit jener kleinen Berufsgruppe identifizieren müssen, die letztendlich 100% der Bevölkerung ernährt. Wir können nicht über die Reduktion von CO2-Emissionen reden und gleichzeitig Lebensmittelimporte von anderen Kontinenten unterstützen, wie mit dem Mercosur-Abkommen. In Österreich produzieren wir regionale Lebensmittel von höchster Qualität und Güte und das weit klimafreundlicher, als es beispielsweise in Südamerika gemacht wird. Klimaschutz beginnt somit im Einkaufskorb. Jeder von uns ist beim täglichen Einkauf ein Klimabotschafter und trägt somit aktiv zu einer Reduktion des ökologischen Fußabdrucks bei. Solidarisieren wir uns im Kampf gegen die internationalen Goliaths mit unseren heimischen Davids", ruft Weinberger auf. (Schluss)

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