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05.03.2021

EU-Schweinemarkt: Rückläufiges Angebot bewirkt boomenden Lebendmarkt

Notierung steigt in Österreich um 8 Cent

Wien, 5. März 2021 (aiz.info). - EU-weit geht nun ein Ruck durch den Schweinemarkt. Der Aufwärtstrend der letzten Wochen lässt Mäster zu einem zurückhaltenden Angebot tendieren, während Schlachtbetriebe ihre Auslastung und Marktanteile sicherstellen wollen. In Deutschland brachte der Neustart der Internet-Schweinbörse zu Wochenbeginn den entscheidenden Impuls. Nach monatelangem Aussetzen lag die erste Online-Auktion gleich deutlich über der offiziellen Notierung. Die durch Wildschweine-ASP im EU-Vergleich ins Hintertreffen geratene Notierung reagierte mit einem kräftigen Plus: Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) erhöhte ihren Basispreis für Schlachtschweine um 10 Cent.

Auch in Österreich liegt die aktuelle Nachfrage nach schlachtreifen Schweinen um 5 bis 10% über dem verfügbaren Angebot. Die sinkende Abgabebereitschaft der Mäster bei steigendem Markt ist wieder einmal spürbar, berichtet Johann Schlederer, Geschäftsführer der Schweinebörse. Demnach sind auch die wöchentlichen Schlachtzahlen seit Jahresbeginn von 105.000 auf aktuell 96.000 Stück rückläufig. Etwas lebendiger als zuletzt zeigt sich der Fleischmarkt, der allerdings die Impulse seitens Osterschinken-Geschäft und Asien-Export noch gut gebrauchen kann. Vor diesem Hintergrund konnte an der heimischen Börse ein Plus von 8 Cent erzielt werden. Die Mastschweine-Notierung steigt somit auf 1,52 Euro (Berechnungsbasis: 1,42 Euro) je kg Schlachtgewicht. (Schluss)