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14.02.2020

EU: Schlachtschweine sind gefragt - Fleischmarkt wartet auf Impulse aus Asien

Notierung legt in Österreich um 5 Cent zu

Wien, 14. Februar 2020 (aiz.info). - Weil das aktuelle Angebot an schlachtreifen Schweinen um einige Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau liegt, können sich derzeit die Notierungen quer durch die EU gut behaupten. Am Leitmarkt Deutschland wurden in der abgelaufenen Woche nur geringfügig mehr als 900.000 Schlachtungen gemeldet, wobei Schlacht- und Zerlegekapazitäten für mehr als 1 Mio. Stück verfügbar wären. Vor diesem Hintergrund konnte die Vereinigung der deutschen Erzeugergemeinschaften eine weitere Preiserhöhung (+6 Cent) umsetzen. Trotzdem laufen die Geschäfte am Fleischmarkt unbefriedigend. Die wegen des Coronavirus um eine Woche verlängerten Neujahrsferien in China waren gar nicht nach dem Geschmack der Exporteure.

Auch in Österreich sind die Schlachtbetriebe anhaltend auf der Suche nach Schweinen. Einerseits ist das Angebot überschaubar, andererseits ist man um Auslastung bemüht, berichtet Johann Schlederer, Geschäftsführer der Schweinebörse. Mangelnde Stückzahlen kostet mitunter mehr Geld als das eine oder andere ertragsschwache Fleischgeschäft. Hilfreich ist zurzeit das gesteigerte Interesse der Fleischindustrie, sich einen Rohstoffpuffer für die nächsten Monate anzulegen. Prognosen auf Basis des aktuellen Ferkelmarktes lassen für das zweite und dritte Quartal dieses Jahres eine Unterversorgung am Schlachtsektor erwarten. Das durchschnittliche Angebot an der heimischen Börse war gut gefragt, was ein Plus von 5 Cent zur Folge hatte. Die Mastschweine-Notierung steigt somit auf 1,88 Euro (Berechnungsbasis: 1,78 Euro) je kg Schlachtgewicht. (Schluss)

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