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06.12.2021

EU-Schlachtrindermarkt entwickelt sich uneinheitlich

Nachfrage des Handels nach Qualitätsstieren in Österreich weiterhin gut

Wien, 6. Dezember 2021 (aiz.info). - Die europäischen Schlachtrindermärkte entwickeln sich derzeit in den einzelnen Kategorien durchaus differenziert. Auch in Deutschland sind die Angebotsmengen bei Schlachtrindern leicht gestiegen. Bei einer stabilen Nachfrage präsentieren sich die Jungstierpreise im Nachbarland weitgehend stabil. Bei Kalbinnen und Kühen wird jedoch von einer ruhigeren Nachfrage seitens der Schlachtbetriebe berichtet, woraus etwas Preisdruck bei weiblichen Tieren resultiert.

In Österreich ist laut Rinderbörse die Nachfrage nach Qualitätsstieren vor allem aufgrund des regen Bedarfs des Lebensmitteleinzelhandels weiterhin gut. Die Notierungen für Jungstiere sind unverändert. Bei den Schlachtkühen trifft ein stabiles Angebot auf eine rückläufige Nachfrage. Preisdruck kommt hier vor allem aus den wichtigen Zerlegeländern im Export, wo mögliche bevorstehende Lockdowns für verunsicherte Absatzmärkte sorgen. Die Preise für Schlachtkühe sind daher rückläufig, auch die Biokuh-Aufschläge haben etwas nachgegeben. Bei den Schlachtkalbinnen sind die Preise unverändert, nachfrageseitig liegt aber auch hier der Schwerpunkt auf AMA-Gütesiegel-Qualitätskalbinnen für den Inlandsmarkt. Auch die Notierungen für Schlachtkälber bleiben gegenüber der Vorwoche gleich.

Die Österreichische Rinderbörse rechnet diese Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 mit einem unveränderten Preis von 4,10 Euro je kg Schlachtgewicht. Für Schlachtkälber werden weiterhin 6,55 Euro gezahlt. Die Notierungen für Schlachtkühe und Kalbinnen sind ausgesetzt. Die angegebenen Basispreise sind Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen. (Schluss)