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26.08.2015

EU-Agrarkommissar Hogan arbeitet an Vorschlägen zur Marktentlastung

Mögliche Maßnahmen werden beim Sonderagrarrat präsentiert

Brüssel, 26. August 2015 (aiz.info). - Vor dem Sondertreffen der EU-Landwirtschaftsminister am 7. September hat EU-Agrarkommissar Phil Hogan heute in Brüssel auf die schwierige Situation der europäischen Landwirte hingewiesen. "Ich habe die Entwicklungen der Preise und Exporte in den verschiedenen Sektoren über die vergangenen Wochen und Monate genau beobachtet. Besonders für den Milchsektor und die Schweinefleischproduzenten gibt es Schwierigkeiten", sagte er. Er werde den Ministern am 7. September und dem Europäischen Parlament am 8. September Vorschläge machen, wie die EU reagieren könne. "Jedoch sollten wir in Reaktion auf die derzeitigen Herausforderungen keine Maßnahmen ergreifen, die die Marktorientierung der Gemeinsamen Agrarpolitik heute oder in Zukunft aufs Spiel setzen", sagte Hogan.

Er erwarte für den 7. September Entscheidungen sowohl über kurz- als auch längerfristige Unterstützung für die europäischen Landwirte. "Aber es gibt Grenzen dessen, was die Kommission tun kann", sagte Hogan. Er sprach sich auch gegen eine temporäre Wiedereinführung von Milchquoten aus. "Die Milchquote ist ausgelaufen, und zwar für immer", sagte Hogan. In Reaktion auf den russischen Importstopp hat die Europäische Kommission kürzlich Marktstützungsmaßnahmen wie Beihilfen für die Lagerhaltung von Milchprodukten bis ins Jahr 2016 verlängert.

Hogan betonte, er stehe in ständigem Kontakt mit den Landwirtschaftsministern aus den verschiedenen EU-Staaten. Die Agrarminister aus Litauen und Lettland habe er zu Beginn dieser Woche getroffen, Gespräche mit dem österreichischen Ressortchef Andrä Rupprechter sowie dem Kollegen aus Irland folgen in den kommenden Tagen. Ein Telefonat mit dem deutschen Landwirtschaftsminister Christian Schmidt ist für morgen anberaumt. (Schluss)

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