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03.04.2020

Corona-Krise: Zusätzliche EU-Hilfen für Landwirte

Erweiterte Kreditmöglichkeiten als Unterstützung und weniger Kontrollen zum Schutz

Brüssel, 3. April 2020 (aiz.info). - Die EU-Kommission legt ein weiteres Hilfspaket für die Landwirte auf, wozu erweiterte Kreditmöglichkeiten sowie weniger Kontrollen auf den Betrieben zählen. Demnach können die EU-Mitgliedstaaten den Landwirten Kredite bis zu 200.000 Euro aus dem Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zur Verfügung stellen. Ungenutzte Mittel aus dem Entwicklungsfonds dürfen die EU-Mitgliedstaaten dazu nutzen und müssen die bisher nicht ausgeschöpften Gelder im Fonds nicht wieder an die EU zurücküberweisen. Die EU-Mitgliedstaaten bekommen zudem mehr Zeit für die Abfertigung ihrer Jahresberichte über die ländlichen Förderprogramme.

Auch bei den Prämien will die EU-Kommission den Landwirten entgegenkommen. Die EU-Mitgliedstaaten dürfen die erste Tranche der Direktzahlungen am 15. Oktober von 50 auf 75% erhöhen. Die erste Zahlung für die Förderprämien aus den ländlichen Entwicklungsprogrammen darf von 75 auf 85% erhöht werden.

Außerdem will die EU-Kommission Vor-Ort-Kontrollen einschränken, um die Landwirte und die Kontrolleure zu schützen. Die notwendigen Gesetzesanpassungen wird EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski bald liefern. (Schluss) mö

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