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14.01.2020

Agrana steigert EBIT in den ersten drei Geschäftsquartalen 2019/20

Umsatz legte leicht auf 1.879,4 Mio. Euro zu

Wien, 14. Jänner 2020 (aiz.info). - Die Umsatzerlöse des Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzerns Agrana lagen in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2019/20 (1. März bis 30. November) mit 1.879,4 Mio. Euro um 0,9% über dem Vorjahresniveau. Bei einem stabilen Fruchtumsatz stand einem Rückgang im Segment Zucker (-5,8%) ein Anstieg im Stärkebereich (+7,2%) gegenüber. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug 69,8 Mio. Euro und lag damit um 9,9% über dem Vorjahreswert. Das Konzernergebnis betrug 43,1 Mio. Euro (+16,5%). Dies teilte das Unternehmen heute mit.

"Trotz zuletzt verbesserter Zuckerpreissituation, insbesondere auf den Spotmärkten in Osteuropa, belasten uns auch in der Rübenverarbeitungskampagne 2019 höhere Kosten, da Hitze und Trockenheit zu geringeren Rübenernten geführt haben. Im Segment Frucht verzeichnen wir stabile Umsätze, wobei wir bei Fruchtzubereitungen trotz höherer Absätze unter den ursprünglichen Erwartungen liegen. Das Segment Stärke profitierte vom hohen Preisniveau bei Bioethanol und sorgte mit seiner EBIT-Steigerung für die verbesserte Ergebnisentwicklung in der Gruppe gegenüber dem Vorjahr", erläutert Vorstandsvorsitzender Johann Marihart.

Segment Frucht: EBIT deutlich unter dem Vorjahresniveau

Der Umsatz im Segment Frucht betrug in den ersten drei Quartalen 889,3 Mio. Euro und entspricht damit dem Vorjahresniveau. Das EBIT in Höhe von 45,9 Mio. Euro lag mit -26% deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Verschlechterung stammt überwiegend aus dem Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen, wo mehrere Faktoren, wie ein unter den Erwartungen gebliebenes Absatzwachstum, geringere Margen in Europa, aber auch Einmaleffekte, etwa im Rohstoffbereich, sowie niedrige Vermarktungspreise für Äpfel in der Ukraine, für den Ergebnisrückgang ausschlaggebend waren.

Umsatz- und Ergebnissteigerung im Bereich Stärke

Im Segment Stärke stieg der Umsatz in den ersten drei Quartalen gegenüber dem Vorjahr um 7,2% auf 606,9 Mio. Euro. Mit einem EBIT in Höhe von 57,3 Mio. Euro wurde das Vorjahresergebnis um 55,3% übertroffen. Der sehr deutliche Ergebniszuwachs ist laut Marihart vorrangig auf den gestiegenen Marktpreis für Ethanol und höhere Absatzmengen bei Verzuckerungsprodukten sowie nativen und modifizierten Stärken zurückzuführen.

Zucker: Moderate EBIT-Verbesserung

Der Umsatz im Segment Zucker sank in den ersten drei Quartalen mit 383,2 Mio. Euro um 5,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Niedrigere Zuckerverkaufsmengen führten zu diesen geringeren Umsätzen. Das EBIT betrug -33,4 Mio. Euro, womit es gegenüber dem Vorjahr (-35,4 Mio. Euro) zu einer moderaten Verbesserung kam. Obwohl wie im Vorjahr auch in der Kampagne 2019 wieder in Folge geringerer Rübenernten erhebliche Leerkosten verbucht werden müssen, wirkten sich gegenüber dem Vorjahr die höheren Zuckerverkaufspreise positiv auf das Ergebnis der Betriebstätigkeit aus.

Für Gesamtjahr deutlicher Ergebnisanstieg erwartet

Für das gesamte Geschäftsjahr 2019/20 erwartet Agrana weiterhin einen deutlichen Anstieg beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT). Beim Konzernumsatz wird von einer Entwicklung leicht über dem Vorjahresniveau ausgegangen. Das Investitionsvolumen des Konzerns beträgt im laufenden Geschäftsjahr 140 Mio. Euro und wird deutlich über dem Abschreibungsniveau von rund 110 Mio. Euro liegen.

"Das 40 Mio. Euro umfassende Projekt der Betain-Kristallisationsanlage in Tulln schreitet zügig voran und wird ab Juni für mehr Wertschöpfung im Segment Zucker sorgen. Die im vergangenen November eröffnete Weizenstärkeanlage II in Pischelsdorf ging erfolgreich in Betrieb und wird bereits im vierten Quartal 2019/20 signifikante Produktmengen zu den Stärkeabsätzen beisteuern. Damit erlaubt es unser diversifiziertes Geschäftsmodell, den Ausblick eines im Vorjahresvergleich deutlich besseren EBITs für das Gesamtjahr 2019/20 zu bestätigen", betont Marihart. (Schluss)

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