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20.09.2019

AMA macht auf aktuelle Flächenzugangsregelung im ÖPUL 2015 aufmerksam

Flächen müssen ab 2020 mit gleicher Maßnahme belegt sein, sonst entfällt Prämie

Wien, 20. September 2019 (aiz.info). - Damit eine Umweltwirkung entfaltet werden kann, ist es nötig und sinnvoll, dass ÖPUL 2015-Maßnahmen mehrjährig auf den beantragten Flächen eingehalten werden. Aus diesem Grund ist auch die Flächenausweitung im Laufe des Verpflichtungszeitraums nur eingeschränkt möglich. Die Flächenzugangsregelung im ÖPUL 2015 regelt die Prämienfähigkeit von Maßnahmenflächenausweitungen im Verpflichtungszeitraum, informiert die Agrarmarkt Austria (AMA).

Ein Flächenzugang im Sinne der Sonderrichtlinie ÖPUL 2015 liegt dann vor, wenn neu hinzugekommene Flächen nicht bereits vorher mit der gleichen Maßnahme belegt waren. Daher stellen Flächenübernahmen, die nicht die gleichen Maßnahmen aufweisen oder überhaupt noch nicht mit einer ÖPUL-Verpflichtung belegt waren, Flächenzugänge dar. Die Flächenzugangsregelung wird EDV-technisch überprüft und erfolgt lagegenau. Bei Flächentausch handelt es sich daher einerseits um einen Flächenabgang und andererseits um einen Flächenzugang.

Zeitpunkt der Flächenausweitung entscheidend

Die Prämienfähigkeit von hinzugekommenen Flächen während des Verpflichtungszeitraums hängt vom Zeitpunkt der Flächenausweitung ab. So waren Flächenübernahmen in den Jahren 2016 und 2017 durch Zukauf, Pacht oder Tausch zur Gänze prämienfähig. Flächenzugänge in den Jahren 2018 und 2019 sind im Ausmaß von mindestens 50% auf Basis der Maßnahmenfläche des Jahres 2017 prämienfähig, wobei eine Vergrößerung im Ausmaß von 5 ha jedenfalls zulässig ist. Im Mehrfachantrag-Flächen 2019 war somit noch ein prämienfähiger Flächenzugang möglich, sofern die Zugangstoleranz von 50% nicht bereits im Jahr 2018 ausgeschöpft wurde.

Ab 2020 hinzugekommene Flächen sind nicht mehr prämienfähig. Das bedeutet, dass alle im Mehrfachantrag-Flächen 2020 zusätzlich beantragten Maßnahmenflächen der Zugangskürzung unterliegen und keine maßnahmenbezogenen Prämien erhalten, wenn die betroffenen Flächen nicht bereits vorher mit der gleichen Maßnahme belegt waren. Förderungswerber sollten diesen Umstand bei eventuellen Betriebserweiterungen bedenken und berücksichtigen, dass eine Zugangskürzung bis zum Programmende des ÖPUL 2015 fortgeschrieben wird.

Die Regelung für 2020 gilt auch für den Fall, dass die Flächen bereits im Herbstantrag 2019 beim Übernehmerbetrieb aufscheinen. Pachtet beispielsweise ein Biobetrieb Flächen von einem konventionellen Betrieb, unterliegen diese Flächen ab dem Antragsjahr 2020 der Zugangskürzung und erhalten keine Bioprämie, unabhängig davon, ob die Flächen im Herbst 2019 oder im Jahr 2020 übernommen werden. Prämienfähig sind Flächen ab dem Jahr 2020 nur, wenn die hinzugekommenen Flächen schon im Mehrfachantrag-Flächen 2019 mit der gleichen Verpflichtung belegt waren.

Die Flächenzugangsprüfung gilt allerdings nicht für alle Maßnahmen. Für Maßnahmen, deren Verpflichtung an die jährlich für diese Maßnahmen verfügbaren Flächen gebunden ist und daher unterschiedlich sein können (z. B. bei Getreideflächen, die einer Fruchtfolge unterliegen), gilt die Regelung nicht.

Weitere Informationen zur Flächenzugangsregelung im ÖPUL 2015 können dem Maßnahmenerläuterungsblatt für die allgemeinen Teilnahmebedingungen entnommen werden, das als Download auf aiz.info abrufbar ist. (Schluss)

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