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30.07.2021

AMA-Erhebung zeigt erfreuliche Exportnachfrage nach heimischen Milchprodukten

2020 starke Exportzuwächse - Erstes Halbjahr 2021 stimmt auch optimistisch

Wien, 30. Juli 2021 (aiz.info). - Österreichische Trinkmilch sowie Käse und Milchmischprodukte sind im Ausland bestens nachgefragt. Dies geht, so die Agrarmarkt Austria (AMA), aus der jährlichen Erhebung des Exportanteils an der gesamten Erzeugung der Molkereien und Sennereien hervor. Im Trinkmilchsektor wurden 2020 fast 400 Mio. kg exportiert. Dies bedeutet im Jahresabstand eine Steigerung von 10% oder etwa 36,8 Mio. kg. Der Export angesäuerter und süßer Milchmischprodukte stieg angeführt von Fruchtjoghurt-Drinks mit Wasserzusatz kräftig auf 185,7 Mio. kg und war fast so hoch wie im Rekordjahr 2017. Die Käseexporte legten um 4,8% zu und erreichten 2020 mit 94,8 Mio. kg ihren bisherigen Höchststand. Weniger Ausfuhren verzeichneten Süß- und Sauerrahm sowie Butter. Das erste Halbjahr 2021 zeigte neuerlich positive Tendenzen und stimmt auch für das zweite Halbjahr optimistisch.

Exportschlager im Trinkmilchsektor mit einem Anteil von 71,9% ist seit Jahren die ultrahocherhitzte (UHT) Trinkmilch. Schlusslicht ist Frischmilch wegen ihrer relativ kurzen Haltbarkeit und der Konsumgewohnheiten in den Nachbarstaaten. Allerdings sind gegenüber 2019 auch die Exporte von Frischmilch um 33,7% auf 11 Mio. kg gestiegen. Die Exportmengen bei Joghurt (natur) und Kefir kletterten deutlich nach oben - bei Kefir etwa von mehr als 3 Mio. kg im Jahr 2016 auf 19,3 Mio. kg im Jahr 2020. Die Exportschlager beim Käse sind unter anderem Weichkäse mit 18,3 Mio. kg, Frischkäse mit 17,6 Mio. kg, Rohmilch-Bergkäse mit 8,1 Mio. kg sowie die breite Palette der Schnittkäsesorten.

In der Gruppe Süß- und Sauerrahm ging der Exportanteil von 2019 auf 2020 um 3,3% zurück und belief sich auf insgesamt 11,3 Mio. kg, wobei mit 3,4 Mio. kg am meisten Süßrahm UHT bis inklusive 29 % Fettgehalt zum Zug kam, gefolgt von Süßrahm UHT mit über 29% Fettgehalt (3,2 Mio. kg). Die Butterexporte gingen 2020 um 2,4% oder um rund 49.000 kg auf etwas mehr als 2 Mio. kg zurück. Mehr als die Hälfte - nämlich 57,5% - entfällt auf Teebutter über 250 g. (Schluss)